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Profitest: Concorde Cruiser Daily 890 RRL Test Mehr Sein als Schein

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Alkovenmobile sind typische Vertreter der Einsteigerklasse und prädestiniert für Familien. Immer? Nicht immer. Bestes Beispiel ist der neue Cruiser Daily 890 RRL von Concorde. Mit 8,99 Meter Außenlänge ist er deutlich länger als das Gros aus dieser Gattung und mit einem Grundpreis ab 148.500 Euro auch deutlich teurer. Ist der Bolide sein Geld wert, ist dieser Preis für Familien überhaupt noch interessant und ist der Cruiser Daily 890 RRL überhaupt ein Familienfahrzeug? Diese Fragen klärt der Profitest.

Mit vier eingetragenen Sitzplätzen, zwei im Fahrerhaus und zwei mit Zweipunktgurten gegen die Fahrtrichtung an der zur Liegefläche wandelbaren Sitzgruppe im Heck, sowie zwei Betten im Alkoven ist das Mobil auf dem neuen Iveco Daily mit sechs, optional 7,49 Tonnen zulässiger Gesamtmasse grundsätzlich für vier Reisende geeignet. Doch das gesamte Konzept des Innenraums spricht eine andere Sprache. Um es mit den Worten des Innenausbau-Profis Alfred Kiess zu sagen: „Hier fühle ich mich wie zu Hause.“ Modern gestaltete Möbel und als ein Höhepunkt die riesige Wohnzimmer-Landschaft mit Heimkino im Heck. Die Küche mit großzügig geschnittener Arbeitsplatte, dazu ein luxuriöses Bad – das alles ist auf ein Paar mit gutem Geschmack zugeschnitten.

Karosserie

Für Dach und Wände und Unterboden verwendet Concorde 40 Millimeter starkes Alu-Sandwich mit geschlossen-zelligem RTM-Hartschaum als Isolierung und verklebt Wände, Dach und Boden kältebrückenfrei mit hochverdichteten PU-Massivprofilen. Die Heckwand entsteht als ein Teil aus Glasfaser-Verbundmaterial mit PU-Schaum-Kern. An der perfekt versiegelten und sauber verkabelten Unterseite des Fahrzeugs montiert der Hersteller am Ende der Rahmenverlängerung serienmäßig Schwerlastrollen, die Aufsetzer mit dem Heckteil verhindern. Der 42 Zentimeter hohe beheizte Doppelboden nimmt Teile der Bordtechnik auf, steht aber auch als Stauraum bereit. Der obere Boden ist zusätzlich mit 30 Millimeter RTM-Schaum isoliert, sodass der Boden insgesamt auf 70 Millimeter Isolierung kommt. Auch die Radkästen der Hinterräder sind vollisoliert. Die stabilen Seitenschürzen stellt Concorde aus stabilem GfK her. Sämtliche Verbindungen des Aufbaus sind akkurat mit Dichtmasse versiegelt und alle Stöße, etwa am Alkoven, passen genau zueinander. Der Klasse angemessen: die Fenster mit Aluminiumrahmen und die 189 mal 60 Zentimeter große Aufbautür von Rhein Composite. Letztere öffnet und verriegelt elektrisch per Funksender und gefällt mit stabilen Scharnieren, Mehrfachverriegelung und Echtglasfenster. Camper erreichen das Innere des Concorde über zwei elektrisch ausklappende und zwei integrierte Stufen.

Heck- und Seitenbegrenzungsleuchten arbeiten mit LEDs. Gut platziert: die hintersten der orangen Seitenleuchten. Unmittelbar vorm Heck zeigen sie das Ende des 8,99 Meter langen Gefährts an.

Eine Rückfahrkamera ist nicht montiert, zudem sollte das Rückfahrlicht stärker sein. Eine Leuchte ist hier zu wenig und ihr Schein vom Fahrerplatz aus kaum auszumachen. Concorde will den Einbau einer zweiten Leuchte prüfen.

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