Li-Ionen-Akkus Praxis Was bringen Li-Ionen-Akkus?

Power Marsch! Sie sind winzig klein, vollgepackt mit Energie und sollen imstande sein, selbst große Motoren von Reisemobilen mit kollabierten Starterbatterien zu starten. Kann das sein?

Reisemobil International nahm solch eine Powerbank vom BW-Vertrieb genauer unter die Lupe. Die Eckdaten sind kurios genug: In ein Kunststoffgehäuse mit dem Gesamtgewicht von 427 Gramm und einer Größe von 155 mal 75 mal 34 Millimeter packt der Hersteller attraktive 14 Amperestunden Energie. Zum Lieferumfang gehören einige Smartphone- und Laptop-Adapter, ein Kfz-Stecker und ein Netzladegerät.

Immerhin soll der Winzling, so wirbt der BW-Vertrieb, Benzinmotoren bis zu fünf Liter, Diesel-Triebwerke bis immerhin drei Liter Hubraum anwerfen. Begrenzung: Die Starterbatterie sollte bei diesem Gerät nicht viel größer als 80 Ah sein, sonst empfiehlt BW den Kunden, zum größeren Bruder zu greifen. Der bietet dann 18 Ah und überbrückt auch deutlich größere Starterbatterien.

Das kleine Pow-All-Starthilfegerät startet den 2,5-Liter-Turbodiesel im VW-Bus (mit zuvor entladener Batterie) bei winterlichen minus fünf Grad problemlos. Die beiden Autobatterieklemmen an die Starterbatterie legen, am Gerät die Startfunktion wählen, Zündschlüssel drehen – et voilà, der Bulli läuft. Allerdings lag das Gerät über Nacht im geheizten Haus und war vollständig geladen. Wer den Li-Ion-Akku im Winter im Reisemobil hat, sollte zumindest darauf achten, dass es dieser möglichst warm hat. Sonst sinkt die Fähigkeit, einen potenten Kaltstartstrom an den Anlasser des Fahrzeug zu schicken, enorm.

Ob man diese Funktion tatsächlich einmal benötigt? Wenn ja, phantastisch. Wenn nein, auch gut, denn schon die restlichen Vorzüge dieser Geräte reichen, um über einen Kauf nachzudenken. Immerhin sind 14 Ah Kapazität in einem geradezu winzigen, handlichen Format im Camper nicht zu verachten. Und: Diese sind bei einem Li-Ionen-Akku zu fast 100 Prozent verfügbar. Entsprechen in etwa also 25 Ah der Nominalkapazität einer herkömmlichen Bordbatterie. Damit lassen sich mobile Geräte wie Smartphones, E-Reader, kleine mobile Kühlschränke oder Laptops wirklich lange laden oder betreiben.

Die integrierte Taschenlampe ist ein nettes Gimmick. Das Pow All mit 14 Ah kostet 89 Euro, der große Bruder mit 18 Ah 140 Euro.

Hier finden Sie Starthilfe-Energie-Packs: www.bwidee.de; www.kunzer.de

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3 Kommentare zu “Was bringen Li-Ionen-Akkus?

    • Hallo Herr Habedank,
      wir haben den Akku – wie im Text beschrieben – an einem VW-Bus mit 2,5-Liter-Turbodiesel getestet. Die Batterie des Fahrzeugs reichte zum Starten nicht mehr aus, mit Hilfe des Akkus ließ der Motor sich starten.

      Herzliche Grüße
      Maren Schultz
      Redaktion
      Reisemobil International

  1. Da war sich die Reisemobil-International nicht so ganz einig mit den elektrischen Begriffen:-).
    „Ah“ bezeichnet die Kapazität eines Akkus, erst mit der Spannung „V“ wird Energie „Wh“ daraus:-).
    Und die Spannung bei den PowerPacks liegt bei ca 3,7V.
    Also muss der Startstrom, hier 400A, grob geviertelt werden.
    Reicht so zum starten also eher weniger.
    Allerdings ist ein Bleiakku sehr dankbar im entladenen Zustand mit niedriger Spannung durch einen Helfer von außen und steigert seine Spannung.
    Dadurch, daß die Summe aus Strom „A“ und Spannung „V“ steigt, steigt die Leistung „W“ des Akkus.
    Wer schon ein modernes KFZ mit Li…..-Starter-Akku hat, hat allerdings Pech.
    Denn die Leistung selbst des größeren PowerPacks reicht nicht zum Starten eines 2,5l-Dieselmotors bei leerem Starter-Akku aus

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