Mit dem Frühjahr kommt das Fernweh. Starten Sie durch und nutzen Sie die ersten warmen Tage für einen gründlichen Frühjahrsputz Ihres Reisemobils und Caravans.
Es wird wieder wärmer, die Sonne steigt täglich höher und die Tage werden länger – kurz, es geht Richtung Frühling, und mit dem Erwachen der Natur soll natürlich auch das rollende Zuhause aus dem Winterschlaf geweckt werden. Kurzum: Frühjahrszeit ist Servicezeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihr Wohnmobil oder Wohnwagen trocken in der Scheune überwintert hat oder durch Schnee und Salz kutschiert ist – die Zeit ist günstig, packen Sie es an.
Die Themen sind dabei übersichtlich, und es sollte keine unlösbaren Herausforderungen geben. Im Wesentlichen stehen Reinigung und Pflege an. Und der ein oder andere prüfende Blick – der hoffentlich keine größeren Aktionen auslöst. Die wären jetzt aber immer noch besser, als drei Tage vor dem Start zum ersten Trip des Jahres. Praktisch ist es, Reiniger, Pflegemittel und das nötige Werkzeug zusammen in einer Box komplett zur Hand zu haben, so muss man nicht erst alles mühevoll zusammensuchen.
Jeder Check beginnt mit einem Blick auf Plaketten und Fahrzeugpapiere. Muss das Reisemobil zum Kundendienst oder Gasprüfung? Laufen TÜV oder AU ab? Fahrzeugrahmen und sicherheitsrelevante Teile, wie etwa Bremsen, sollte eine Fachwerkstatt überprüfen, selbst wenn kein TÜV-Termin ansteht. Solche Checks sind günstig und garantieren Sicherheit.
Außen und innen wollen Lack, Dichtungen, Stoffe und Polster gereinigt werden. Nach Putzen und Pflege im technischen Bereich verlangt vor allem die Wasserinstallation, auch Kederschienen vertragen einen Arbeitsgang mit der passenden Bürste.
Die komplette elektrische Anlage und die Gasanlage wollen ebenso gecheckt und nötigenfalls in Stand gesetzt sein wie Chassis, Bremsen, Räder und Reifen. Ist dieses Programm abgearbeitet, kann man sich entspannt der Vorfreude auf die hoffentlich schönsten Wochen des Jahres widmen. Die Reihenfolge der Arbeiten ist im Prinzip beliebig, von außen nach innen zu arbeiten, ist sinnvoll, wenn man bei gutem Wetter startet und sich die Innenarbeiten für schlechteres Wetter aufsparen will.
Sind Termine und technische Checks abgehakt, gehört die Aufmerksamkeit dem Aufbau. In der Garantiezeit verlangen viele Fahrzeughersteller jährliche Dichtigkeitsprüfungen – nach exakt vorgegebenen Checklisten. Wer an diesen Ausgaben spart, verliert seinen Garantieanspruch. Ganz unten können Sie die Checkliste zur Frühjahrsinspektion gratis downloaden.
Wie Sie Ihr Freizeitfahrzeug im Detail fit für die Saison machen, lesen Sie hier.
Im Inneren stehen neben den Möbelbeschlägen die Leitungen für Wasser und Warmluft auf dem Programm und natürlich die Technik von der elektrischen Anlage bis zu Heizung, Kühlschrank und Kocher. Ob alle Scharniere, Bänder und Auszüge der Einrichtung gut laufen und halten, ist schnell festgestellt. Die Technik braucht doch etwas mehr Zuwendung.
Hat das Wassersystem den Winter trocken verbracht, sollte es ordentlich durchgespült und eine Grundreinigung vorgenommen werden. Dafür gibt es Reiniger im Fachhandel, die für saubere Leitungen und Tanks sorgen. Wer die Anlage mit speziellem Frostschutz gefüllt hat, lässt diesen ab und spült das System gründlich mit Frischwasser. Beide Arbeitsgänge füllen auch Therme oder Boiler für die Warmwasserversorgung. Die sollten jetzt wie die Heizung einmal gründlich aufgeheizt werden. Dann zeigt sich, ob alles funktioniert, und vor allem riecht die Heizung nicht unangenehm, wenn sie das erste Mal wieder gebraucht wird. Außerdem lohnt ein Blick aufs Warmluftsystem. Gerne rutschen die Pappschläuche von den Winkeln oder Austrittsdüsen oder sie sind von umherrutschender Ladung gequetscht, was die Luft staut.
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Auch Kocher und Kühlschrank sollten einem Probelauf unterzogen werden. Arbeiten alle Brenner und funktioniert die Zündsicherung?. Wichtig ist beim Kühlschrank ein Test für alle drei Betriebsarten, also mit 230 Volt, 12 Volt und Gas.
Die Kochstelle ist häufig grob verschmutzt: Essensreste haben sich über Wochen oder gar Monate an der Flamme tief eingebrannt. Mit einer Poliermaus und einer Universal-Politur macht sich Rolf Schöntag von Cleanofant an den Schmutz heran. Der Aufwand lohnt. Zwischendurch sprüht Schöntag speziellen Küchenreinger auf. Kurz einwirken lassen. Der Schmutz weicht zusehends. Mit der Universal-Politur muss er nun vollständig abgetragen werden. Abschließend folgt ein Finish mit dem Küchenreiniger und einem Reinigungstuch. Mit sauberem Lappen oder Microfaser-Tuch trocken reiben, fertig.
Die Spüle wirkt häufig abgenutzt, ist schmutzig und verkratzt. Nur gegen die tiefen Kratzer ist die ergiebige Politur machtlos. Ein wenig Wasser hilft, den Schleiffilm geschlossen zu halten. Die meisten Kratzer sind nur oberflächlich. Mit wenig Aufwand sind sie nach ein bis zwei Minuten polieren entfernt.
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Experten sprühen stets auf Schwamm oder Lappen, selten auf die zu reinigende Fläche, da sonst häufig ungewollt angrenzende Flächen eingenebelt werden. Der Effekt ist sofort sichtbar: Die gereinigte Fläche ist nach nur wenigen Wischern mit dem Tuch porentief rein.
Die elektrische Anlage sollte nach Herstellerempfehlungen mindestens alle drei Jahre durch einen kompetenten Elektriker geprüft werden, wird das Wohnmobil oder der Caravan häufig benutzt, sogar jährlich. Das wird vielen etwas überzogen erscheinen. Aber die Überprüfung der Elektrik ist für die eigene Sicherheit sinnvoll. Die grundlegenden Funktionen kann auch der Laie selbst prüfen. Die Beleuchtung ist schnell gecheckt und auch manche Probleme sind leicht behoben. Streiken LED oder funktioniert sonst etwas nicht, können zum Beispiel schlicht gelockerte Steckkontakte oder Sicherungen die Ursache sein. Der Fehlerstromschutzschalter – ein sehr sicherheitsrelevantes Bauteil – lässt sich per Prüfknopf auch leicht selbst testen. Und man sollte das regelmäßig tun. Es empfiehlt sich, die Bordbatterie-Akkus zum Saisonstart voll aufzuladen. Bei längeren Standzeiten ist die Trennung der Batterie vom Netz angeraten. Auch geringe Ruheströme entladen langsam die Batterie über die Zeit, Tiefentladung und Batterietod sind die unschöne Folge. Trotz ausgeschaltetem Hauptschalter am Bedienpanel kann die Batterie durch den Laderegler geladen werden. Ein eventuell vorhandenes Rauchmeldesystem bedarf keiner Wartung, aber seine Batterie muss fit sein. Für einen Test muss die Prüftaste mindestens 4 Sekunden gedrückt werden, bis der Alarm ertönt.
Der alte Fleck sitzt tief im Alcantara – einem ansonsten sehr dankbaren und leicht zu reinigenden Obermaterial. Er lässt sich trocken abreiben. Rolf Schöntag sprüht hier ausnahmsweise direkt auf den Fleck, um diesen einzuweichen. Bei Polstern gilt: Großflächig arbeiten, damit beim Abtrocknen keine Wasserränder und Fleck entstehen. Mit dem Mikrofaser-Reinigungshandschuh Schmutz aufnehmen. Nur leicht reiben, damit der Schmutz nicht noch tiefer ins Polster massiert wird. Nach nur wenigen Wischern ist der Fleck komplett verschwunden.
Flüssige Reiniger für Monitore haben einen gravierenden Nachteil: Sie fließen schnell in Boxen oder Elektrik. Daher setzt Cleanofant auf ein Reinigungs-Gel, das beim Aufsprühen haften bleibt. Das Gel ist sehr ergiebig, muss mit dem Pumpfläschchen nur hauchdünn aufgenebelt und mit dem gelben Mikrofasertuch verteilt und aufgenommen werden.
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Beim Aufsprühen gilt: Weniger ist mehr. Der Reiniger ist ergiebig und muss nur dünn aufgenebelt werden. Weiche Bürsten oder Schwämme schaffen, was selbst ein harter Wasserstrahl nicht vermag – sie lösen festsitzenden Schmutz und nehmen ihn auf. Restlichen Schmutz mit einem sanften Wasserstrahl abwaschen und mit einer Silikonlippe oder einem Leder die Restfeuchte aufnehmen. Wer auf eine Politur verzichtet, versiegelt nun die Oberfläche mit eine Sprüh-Versiegelung. Sie schützt den Lack vor erneuter Verschmutzung und Säuren – etwa im Vogelkot.
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Bei Edelstahl, polierten Alu- und verchromten Felgen unbedingt auf säurefreie Reiniger achten. Cleanofant verzichtet grundsätzlich auf solche Bestandteile. Bei der Felgen- und Motorwäsche gelten dieselben Tipps wie beim Waschen des Aufbaus: dünn einsprühen, kurz einwirken lassen und mit Schwamm oder Bürste den Schmutz lösen. Abspülen, fertig. Im Motorraum darauf achten, nicht mit einem kräftigen Wasserstrahl in Steuergeräte oder Stecker zu spritzen. Ein sanfter Wasserstrahl aus der Gießkanne reicht völlig.
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Ist das Reisemobil sauber gewaschen, gilt die Aufmerksamkeit dem Lack. Er muss prinzipiell in zwei Arbeitsgängen gepflegt werden. Mit einer leichten Maschine gelingt die Politur ohne großen Kraftaufwand. Insbesondere bei großen Reisemobilen lohnt die Anschaffung. Experten polieren quer zum Verlauf der Kratzer und empfehlen einen geschlossenen Polierfilm. Notfalls etwas Wasser nachsprühen. Der zweite Arbeitsgang versiegelt Lack gegen Umwelt- und UV-Einflüsse. Wer auf Langzeitschutz Wert legt, greift zum Beispiel zur Universalversiegelung von Cleanofant oder der Caravan-Pflegeserie von Sonax. Sie versiegelt den Lack bis zu zwölf Monate lang. Zum Aufbringen einen leicht angefeuchteten Viskoseschwamm nutzen. Wenige Tropfen auf den Schwamm geben, hauchdünn auf den Lack auftragen und verreiben, bis ein geschlossener Schleier entsteht. Diesen etwas ablüften lassen und mit einem sauberen Mikrofasertuch abtragen.
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Nun geht es an den Aufbau. Kunststoffe von Türgriffen, Stoßstangen, Rückspiegeln und Reifen bleichen durch UV-Licht aus. Was bei den meisten Kunststoffteilen nur ein optisches Manko ist, kann beim Reifen zu ernsthaften Sicherheitsproblemen führen. Die Weichmacher dampfen aus, Reifen werden spröde, können im Extremfall platzen. Die Kunststoff-Gummi-Reifenpflege von Cleanofant reinigt Kunststoffe nicht nur, sie schützt vor Versprödung und Aushärtung.
Die Dichtungen von Blechstößen, Fenstern, Türen und Klappen leiden mit der Zeit. Auch kleinste Risse können hier durch Regen zu Feuchtigkeitsproblemen im Wagen führen. Eine dauerhafte Dichtigkeit von Serviceklappen ist nur gewährleistet, wenn alle Verschlüsse beim Schließen sicher einrasten. Sollte die Klappe nicht korrekt geschlossen sein, kann dies bei längeren Standzeiten die Klappe dauerhaft verformen. Die Dichtungen der Serviceklappe regelmäßig mit Silikonspray pflegen, um Leichtgängigkeit und Funktionssicherheit der Serviceklappe dauerhaft zu gewährleisten. Auch die Dichtungen von Fenstern und Türen wollen gereinigt und gepflegt sein, nötigenfalls lassen sich schadhafte Dichtungen austauschen.
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Hätten Sie gedacht, dass Sie Kratzer aus ihren alten Acrylscheiben problemlos entfernen können? Schon bei der Handpolitur entfernen Sie mit einer guten Politur sichtbar viele Kratzer. Besser, und weniger schweißtreibend, gelingt es Ihnen mit der Maschine. Das Ergebnis: Ein ungetrübter Blick aus dem Reisemobil hinaus.
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Ein gelungener Saisonstart mit dem Wohnmobil und Wohnwagen im Frühjahr erfordert etwas Planung und Vorbereitung. Wer den seinen Camper rechtzeitig komplett prüft und gründlich reinigt, legt den wichtigsten Grundstein für entspannte und pannenfreie Camping-Abenteuer. Tipp für den Herbst: Wer sein Freizeitfahrzeug gepflegt in den Winter schickt, hat einen leichten Start ins neue Campingjahr.
Frühjahrsinspektion
Hier können Sie Punkt für Punkt die große Checkliste zur Frühjahrsinspektion abhaken und garantiert nichts mehr vergessen.
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