Mit dem Jahrgang 2024 konnte erstmals ein Kabe-Monoachser mit 2,3 Tonnen zulässigen Gesamtgewicht geordert werden. Hersteller Knott aus Niederbayern macht es möglich und will weitere Kunden gewinnen. Kommen für 2025 weitere Hersteller hinzu?
Kabe hat in Zusammenarbeit mit Knott ein neues 2,3-Tonnen-Chassis eingeführt, das bald auch von anderen Caravan-Herstellern übernommen werden könnte. Knott bezeichnet dieses Modell als Drehschubfederachse bis 2.300kg. Obwohl diese Konstruktion im Maschinenbau bekannt ist, feiert sie im Caravanbereich nun ihr Debüt.
Mit der Einführung der Drehschubfederachse bis 2.300kg setzt Knott neue Maßstäbe im Caravanbau. Diese Innovation, die ursprünglich aus dem Maschinenbau stammt, wird den Caravanbereich nachhaltig beeinflussen und bietet Herstellern neue Optionen für die Konstruktion sicherer und komfortabler Wohnwagen.
Christian Mertinko, verantwortlich für die Trailertechnik bei Knott, hat die Drehschubfederachse aus dem Maschinenbau in die Wohnwagenszene übertragen. Diese spezielle Achse zeichnet sich dadurch aus, dass das Außenrohr aus zwei zusammengeschweißten Halbschalen besteht. Auf der innenliegenden, runden Schwingwelle können je nach Gewichtsanforderung zwei oder mehrere Drehschubfederelemente mit unterschiedlichen Federungshärten aufgeschweißt werden. Dadurch können die gewünschten Federungseigenschaften präzise eingestellt werden.
„Sollte ein Fahrzeug extrem ungleiche Radlasten haben, können sogar rechts und links auch unterschiedlich harte, bzw. unterschiedlich viele Elemente verwendet werden“, so Mertinko. Die Drehschubfederelemente bestehen aus einem Innenrohr, auf dem ein Gummifederelement aufvulkanisiert wird, auf dem wiederum zwei Halbschalen aufvulkanisiert werden. Das Innenrohr wird auf die mit dem Schwinghebel verbundene Achswelle geschweißt, wobei sich unter Last die Halbschalen an den Stegen des Achsrohres abstützen.
Die Gummielemente werden nicht verdreht wie bei der eigenen Vierkant-Gummifederung oder Sechskant-Gummifederung von Al-Ko, sondern es wird die Torsionskraft des Gummis zur Federung genutzt.
Einziges kleines Manko der neuen Schwerlastachse: Sie ist keine Schräglenkerachse. „Aber die Längslenkerachse verspricht dennoch gute Spur- und Sturzänderungen beim Einfedern der Schwinghebel auf den Achsstummel“, so Mertiko.
Erhöhte Stabilität: Das Chassis bietet eine verbesserte Stabilität und Sicherheit für Wohnwagen.
Anpassbare Federung: Je nach Gewicht des Caravans können die Federungseigenschaften individuell angepasst werden.
Innovative Konstruktion: Die Kombination von Maschinenbautechnologie und Caravanbau eröffnet neue Möglichkeiten für die Fahrzeugsicherheit und -komfort.