Der französische Reisemobilhersteller Rapido geht interessante Wege und präsentiert für das Modelljahr 2027 mit dem Rapido V64 einen Campervan mit Queensbett und einer patentierten, variablen Tischkonstruktion. Auch der Grundriss des Rapido V64 ist ungewöhnlich.
Kompakte Maße bei gleichzeitig größtmöglichen Wohnkomfort und ohne Abstriche bei Praxistauglichkeit und Agilität – ein frommer Wunsch oder gar ein Widerspruch in sich? Eine Antwort auf diese Frage liefert Rapido mit dem Rapido V64, ein 6,36 Meter kurzer und 2,63 hoher Campervan auf Fiat Ducato (L4H2). Auf der diesjährigen Pressekonferenz für das Modelljahr 2027 im französischen Mayenne konnte die Redaktion einen Blick in den neuen ungewöhnlichen Camper werfen und eins steht fest: Der Rapido V64 ist anders. Er unterscheidet sich gleich in drei Punkten grundlegend von der Konkurrenz.
Punkt 1: Der Grundriss. Rapido tauscht die Position der Küche und Sitzbank. So befindet sich die Küche mit angeschlossenem Kühlschrank und Zweiflammenherd auf der Fahrerseite direkt hinter dem Fahrersitz, während die Sitzbank mit zwei Dreipunktgurtsitzen und Isofix auf die Beifahrerseite neben die Schiebetür wandert. Vorteil dieser Grundrissvariante: Der Camper sitzt näher an der Tür, während der Gasherd vor Zugluft geschützt ist.
Punkt 2: Neu ist die patentierte Tischlösung. Im Küchenblock ist platzsparend eine dreigliedrige Tischplatte integriert, die sich in drei Stufen je nach Bedarf herausziehen und dann aufklappen lässt. Komplett ausgezogen stütz ein Klappfuß die stabile Konstruktion. Ein Panoramafenster aus Echtglas im Fahrerhaus lässt viel Sonnenlicht in den Innenraum.
Punkt 3: Die Franzosen platzieren im Heck des Rapido V64 ein Queensbett, das mit 140×195 reichlich Platz zum Schlafen bietet und trotzdem noch links und rechts des Betts Bewegungsfreiheit bietet. Die Kopfenden des Betts lassen sich in zwei Stufen hochstellen, ideal für gemütliche Lesestunden. Zudem lässt sich die gesamte Konstruktion am Kopfende nahezu senkrecht aufstellen: Dann reicht der Heckstauraum darunter bis unter das Fahrzeugdach. Das ist vorteilhaft insbesondere beim Transport von hohem, sperrigen Gepäck wie Fahrrädern.
Die Preise für den Rapido V64 stehen noch nicht fest. Basismotor für den 3,5-Tonner ist der 2,2-Liter-Turbodiesel mit 103 kW/ 140 PS und manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe. Optional sind stärkere Motoren und Automatik sowie 4,2-Tonnen zulässige Gesamtmasse möglich. Mehr Informationen unter www.rapido-reisemobile.de.