Italien im Winter Reise Immer den Stiefel runter

Der Grat ist schmal. Manch ein Urlauber mag die Einsamkeit am winterlichen Strand, wo im Sommer Liegestuhl an Liegestuhl steht, als romantisch empfinden. Andere denken dabei an Langeweile. Wo aber können Wintermuffel ihren Urlaub möglichst schnee- und kältelos verbringen? Wie wär’s mit Italien? Das Land jenseits der Alpen lockt eher mit silbriger Wärme denn mit Schmuddelgrau – und im Winter mit uralter Kultur, die im Sommer von Touristen regelrecht belagert ist.

Auf also an den Gardasee, nach Venedig und Florenz über Rom bis hinunter nach Neapel. Klar, längst nicht alle Campingplätze haben geöffnet. Dafür dürften sich Wohnmobil-Stellplätze finden, die im Sommer vielleicht gar keine sind.

Italien_Winterreise

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Reisemobil International zeugt, wo Wintermuffel ihren Urlaub möglichst schnee- und kältelos verbringen können. Foto: Reisemobil International

Gardasee mit dem Wohnmobil

Freilich, auf dem Weg zum Gardasee bleibt der Winter zunächst treuer Begleiter. Der direkte Weg führt über den Brennerpass, über den die Grenze zwischen Österreich und Italien verläuft – auf 1.370 Metern über NN. Rechts und links flankieren hohe Berge Südtirols die Straße gen Süden. Da sind, selbst wenn die Sonne lockt, Winterreifen gefragt, und Schneeketten gehören zumindest an Bord, je nach Schnee sogar auf die angetriebenen Räder. Doch die Fahrt wird in der Regel zunehmend griffiger.

Tipp: Genau 165 Kilometer hinter dem windumtosten Pass ist Rovereto erreicht. Wer hier von der Autobahn 22 abfährt, rollt wenige Minuten später durch Nago. Dort eröffnet sich ein erster Blick auf den winterlichen Gardasee, den die Italiener Lago di Garda oder Benaco nennen.

Von Nago ist es nur ein kurzer Abstieg nach Torbole. Der im Sommer bei Windsurfern so beliebte Ort ist die erste Station direkt am See.

Hier heißt es, sich zu entscheiden: Die enge, romantische Gardesana Est oder die noch engere, dafür aber noch romantischere Gardesana Ovest. Ob entlang des Ost- oder Westufers – auf beiden Straßen erlebt der Urlauber, wie der See sich gen Süden allmählich vom alpin und damit winterlich geprägten See in ein zunehmend mediterranes, zumeist schneefreies Gewässer wandelt.

Diesmal soll’s über das Ostufer gehen. Wintersportlern ist der Monte Baldo bekannt, an dessen Fuß das Städtchen Malcesine liegt. In dem wurde einst Johann Wolfgang von Goethe zunächst fast gefangen genommen, eröffnete aber der Legende nach dem Städtchen eine neue Einnahmequelle durch den Tourismus. Hier einfach mit der Seilbahn nach oben fahren, und schon ist wieder Winter angesagt.

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