> So wird der Camper im Herbst richtig gemütlich

Herbstcamping: So wird es in Wohnmobil und Wohnwagen gemütlich

14.10.2026
Text: Maike Leitholf | Bild: alekseystemmer/Getty Images via Canva

Wenn draußen die Temperaturen sinken und es früher dunkel wird, beginnt im Camper die gemütliche Jahreszeit. Mit warmem Licht, kuscheligen Textilien und ein paar kleinen Veränderungen lassen sich Wohnwagen und Wohnmobil schnell in einen behaglichen Rückzugsort verwandeln.

Ob uns der Oktober mit goldenen Sonnentagen verwöhnt oder der November sich von seiner nasskalten Seite zeigt: Mit ein paar passenden Accessoires wird das Herbstcamping gleich noch gemütlicher. Von stimmungsvoller Beleuchtung über praktische Helfer für kühle Tage bis hin zum E-Reader für entspannte Lesestunden und herbstliche Deko ist für jeden etwas dabei, der die Campingzeit auch im Herbst genießen möchte.

1. Teppiche und Decken

Ein weicher Teppich oder ein passender Läufer für drinnen bringt mehr Gemütlichkeit in den Camper und etwas wärmere Füße. Für den begrenzten Raum eignen sich leichte, strapazierfähige Modelle aus Polypropylen oder Polyester, die sich meist unkompliziert reinigen lassen. Eine rutschhemmende Unterseite ist besonders praktisch, damit der Teppich beim Ein- und Aussteigen nicht verrutscht. Im Eingangsbereich sollte er außerdem Feuchtigkeit und Schmutz gut vertragen.

Ein Schallfell aus echtem- oder Kunstfell als kuschelige Sitzauflage für drinnen oder draußen oder auf dem Boden unter der Sitzgruppe ausgelegt sorgt für einen warmen Rücken beziehungsweise warme Füße, für letzteres ist auch eine beheizbare Fußmatte gut geeignet.

Auch warme Decken dürfen beim Herbstcamping nicht fehlen. Eine oder zwei griffbereit auf der Sitzgruppe laden zum Einkuscheln ein und werden abends schnell zum Wärmespender. Fleecedecken aus Polyester sind besonders leicht, weich und trocknen schnell. Wolldecken aus Schurwolle halten angenehm warm und nehmen vergleichsweise wenig Gerüche an. Häufig reicht es, sie zum Auffrischen gut auszulüften. Baumwolldecken sind eine weitere Option und lassen sich je nach Verarbeitung unkompliziert waschen.

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Wo erlaubt, sorgt ein Lagerfeuer an kühlen Herbstabenden für eine besonders gemütliche Atmosphäre.
Foto: Kristen Prahl/Getty Images via Canva

2. Beleuchtung für gemütliche Abende

Im Herbst wird es früh dunkel – eine gute Gelegenheit, die Beleuchtung im Camper gemütlicher zu gestalten. Warmweißes Licht wirkt angenehmer als eine helle, kaltweiße Grundbeleuchtung. Kleine Tisch- oder Akkuleuchten setzen gezielte Lichtakzente, ohne den gesamten Innenraum auszuleuchten. Eine kleine, flexibel befestigbare Leselampe mit warmweißem Licht schafft die passende Beleuchtung, um es sich abends mit einem guten Buch am Lieblingsplatz im Camper bequem zu machen.

Auch eine Lichterkette sorgt für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Damit der Innenraum nicht unruhig wirkt, sollten allerdings nicht zu viele unterschiedliche Lichtquellen und -farben miteinander kombiniert werden. Wenige, gezielt platzierte Lampen schaffen meist das schönere Licht.

3. Kissen für mehr Herbstgemütlichkeit

Mit neuen Kissenbezügen lässt sich die Sitzgruppe schnell an die Jahreszeit anpassen. Warme Farben wie Rostrot, Senfgelb, Dunkelgrün oder Braun bringen Herbststimmung in den Innenraum. Unterschiedliche Stoffe und Strukturen, etwa Cord oder Teddyplüsch, setzen zusätzliche Akzente.

Praktisch sind Kissenbezüge, die sich abnehmen und waschen lassen. Wer es besonders unkompliziert mag, greift zu Bezügen, die sich mit der vorhandenen Einrichtung kombinieren lassen und auch über die Herbstmonate hinaus passen. Für zusätzliche Abwechslung sorgen einzelne Kissen mit herbstlichen Motiven. So bekommt der Camper mit wenigen Handgriffen einen neuen Look, ohne dass viel Stauraum für saisonale Deko benötigt wird.

4. Vorhänge und Thermomatten

Vorhänge können den Innenraum optisch verändern und für eine gemütliche Atmosphäre sorgen. Besonders harmonisch wirkt es, wenn Farben und Muster zu Kissen, Decken oder Teppichen passen. Gleichzeitig bieten Vorhänge Sichtschutz. Praktisch ist auch die Abtrennung zwischen Fahrerhaus und Wohnraum durch einen schweren Vorhang, da besonders das Fahrerhaus durch die vielen Fensteroberflächen schnell auskühlt.

Praktische Helfer sind auch Thermomatten. Sie verbessern die Isolierung im Fensterbereich und bieten zugleich Sichtschutz und Verdunkelung. Gerade an den Fenstern des Fahrerhauses sind sie beim Herbst- und Wintercamping besonders nützlich. Ein kleiner Nachteil: werden sie nicht gebraucht, müssen sie im Wohnraum verstaut werden.

5. Herbstliche Dekoration

Für ein bisschen Herbststimmung unterwegs braucht es nicht viel: Ein kleiner Blumenstrauß, ein paar Zweige, getrocknete Gräser oder eine dezente Tischdeko reichen oft schon aus. Gerade im begrenzten Raum eines Campers gilt: Weniger ist mehr. Am besten eignen sich Dekoartikel, die wenig Platz brauchen und sich bei der Weiterfahrt schnell verstauen lassen.

Bei echten Kerzen ist wegen der Brandgefahr Vorsicht geboten. LED-Kerzen sind eine sichere Alternative und sorgen ebenfalls für warmes, flackerndes Licht.

6. Kaffee, Tee und herzhafte Herbstküche

Gemütlichkeit hat auch mit gutem Essen und heißen Getränken zu tun. Wenn es draußen regnet und ungemütlich ist, schmecken Kaffee, Tee oder eine heiße Schokolade gleich doppelt so gut. Eine Lieblingstasse mit Deckel oder eine Thermoskanne hält das Getränk länger warm und ist auch außerhalb des Campers praktisch.

Dazu ein einfaches, warmes Essen, und der Herbsttag ist perfekt. Suppen und Eintöpfe lassen sich mit wenigen Zutaten zubereiten und passen gut in die Jahreszeit. Wer einen Backofen an Bord hat, kann auch Aufläufe oder andere Ofengerichte machen.

7. Auch draußen den Herbst genießen

Auch im Herbst muss das Campingleben nicht ausschließlich im Wohnmobil oder Wohnwagen stattfinden. Mit der passenden Ausstattung lässt sich der Platz davor weiterhin gut nutzen.

Ein Vorzelt erweitert den Wohnraum und bietet einen geschützten Bereich, in dem sich Campingmöbel aufstellen oder nasse Jacken und Schuhe vorübergehend abstellen lassen. Gerade bei wechselhaftem Herbstwetter ist das praktisch. Welches Modell infrage kommt, hängt davon ab, wie lange man unterwegs ist und wie häufig das Vorzelt genutzt werden soll. Für gelegentliche Wochenendtrips kann ein schnell aufzubauendes Teilvorzelt ausreichen. Wer länger an einem Ort bleibt, freut sich möglicherweise über ein geräumigeres Modell. Wichtig ist, auf die Herstellerangaben zur Wetterbeständigkeit zu achten: Nicht jedes Vorzelt ist für starken Wind oder anhaltenden Regen ausgelegt.

Eine Außenleuchte sorgt dafür, dass der Bereich vor dem Camper auch nach Einbruch der Dunkelheit gut sicht- und nutzbar bleibt. Flexible, wetterfeste Akkuleuchten lassen sich bei Bedarf aufstellen oder befestigen und benötigen keinen festen Stromanschluss.

Auch ein passender Outdoor-Teppich macht den Platz vor dem Camper wohnlicher. Für den Herbst eignet sich ein wetterfester, wasserdurchlässiger Teppich aus Polypropylen. Er nimmt kaum Feuchtigkeit auf, lässt Regen durch das Gewebe ablaufen und kann einfach abgekehrt oder abgespült werden. Leichte, faltbare Modelle lassen sich nach dem Campingurlaub platzsparend verstauen.

Wer auch bei kühleren Temperaturen noch eine Weile draußen sitzen möchte, kann es sich mit einem beheizbaren Sitzkissen auf dem Campingstuhl etwas bequemer machen.

Eine Markise bietet einen überdachten Platz vor dem Wohnwagen oder Wohnmobil und schützt bei leichtem Nieselregen. Bei stärkerem Wind muss sie rechtzeitig eingefahren werden. Ist sie nass geworden, sollte sie möglichst vollständig trocknen, bevor sie längere Zeit eingerollt bleibt. So lässt sich das Risiko von Stockflecken und Schimmel reduzieren.

8. Richtig lüften und Feuchtigkeit vermeiden

Im Herbst sammelt sich im Camper schnell Feuchtigkeit. Beim Kochen, Duschen und durch die Atemluft gelangt Feuchtigkeit in die Raumluft, die sich an kalten Fenstern und Wänden als Kondenswasser niederschlagen kann.

Deshalb sollte regelmäßig gelüftet werden, besonders nach dem Kochen und Duschen sowie morgens nach dem Aufstehen. Auch wenn die Fenster beschlagen, ist es Zeit für einen Luftaustausch. Am besten öffnet man die Fenster für wenige Minuten weit, statt sie dauerhaft gekippt zu lassen. So entweicht die feuchte Luft, ohne dass der Innenraum unnötig lange auskühlt.

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Mit kleinen Veränderungen gemütlich durch den Herbst

Um es sich beim Camping im Herbst gemütlicher zu machen, braucht es nicht viel. Ein warmer Teppich, weiche Decken, stimmungsvolles Licht und ein paar herbstliche Farbakzente machen schon einen Unterschied. So lässt sich auch ein regnerischer Herbstabend im Wohnwagen und Camper entspannt genießen.