Wer campt, will am liebsten draußen sein – auch beim Kochen. Tragbare Outdoorküchen ermöglichen genau das und schaffen zusätzlichen Stauraum. Acht mobile Campingküchen im großen Praxistest.
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Eine Outdoorküche im Reisemobil oder Caravan? Wozu? Schließlich haben doch alle Freizeitfahrzeuge eine Küche an Bord. Trotzdem kann eine tragbare Outdoorküche sinnvoll sein. Sie bietet die Möglichkeit, draußen zu kochen – der Fleisch- oder Fischgeruch zieht so nicht durchs gesamte Fahrzeug und setzt sich nicht in Polstern, Kleidung und Bettbezügen fest. Außerdem macht draußen kochen viel mehr Spaß. Und: Eine Outdoorküche schafft zusätzlichen Stauraum.
Ausreichend Argumente, um acht aktuelle Campingküchen unter die Lupe zu nehmen. Je vier Single- und Double-Küchen haben die Tester aus dem Angebot an aktuellen Modellen herausgesucht. Single bedeutet: Ein etwas schmalerer Küchenschrank mit einer Tür und einem großen Stauraum, der durch Einlegeböden in mehrere Fächer unterteilt werden kann. Double-Küchen bieten dies doppelt: Sie sind etwa zweimal so breit und verfügen über zwei große Staufächer mit Reißverschluss-Türen links und rechts. Sie sind größer, benötigen daher mehr Stauraum, bieten aber auch umso mehr Platz und Möglichkeiten.
Unser Testfeld besteht aus folgenden Modellen an Campingküchen: dem Campingschrank HighQ von Frankana Freiko, dem Bamboo Quick Mini von Camp4 (Reimo), dem Outwell Padres und dem Cabinets Küchenschrank von Crespo (alle Single) sowie der Camplife Küchenbox Varna von Fritz Berger, dem Bamboo Quick High von Camp4, dem Küchentisch Mayet von EuroTrail sowie dem Aufbewahrungsschrank Double von Isabella (alle Double). Preislich liegen die Single-Küchen zwischen 100 und 180 Euro, die Double-Küchen zwischen 130 und 200 Euro. Eine große Range – wir sind gespannt, ob sich Preisunterschiede durch Funktionsumfang, Verarbeitung oder andere Punkte rechtfertigen lassen.
Bei der Art der Arbeitsplatte setzen fast alle Hersteller auf eine durchgehende Platte – entweder aus Holz oder Kunststoff. Sie sind komfortabel – die Platten aus Holz zudem auch recht schick –, zugleich aber auch schwer, und die Küchen benötigen ein etwas größeres Packmaß. EuroTrail stattet seine Mayet mit einer Rollplatte aus Aluminium aus: Sie bringt deutlich weniger Gewicht auf die Waage und reduziert das Packmaß – ist aber auch schwieriger zu reinigen, weniger stabil und Krümel oder Wasser können auf den Stoffbezug des Schranks darunter fallen beziehungsweise tropfen.
Praktisch ist ein Windschutz: Wer draußen kocht, kämpft sonst schon bei einer leichten Brise mit ständig erlöschenden Gasflammen, längeren Kochzeiten und unnötig hohem Gasverbrauch. Einige Hersteller integrieren einen Windschutz bereits in den Lieferumfang, andere bieten ihn optional an. Das sollten Käufer im Kopf haben, wenn sie Preise vergleichen.
Beim Aufbau setzen ebenfalls fast alle Hersteller auf ein Schnellaufbausystem. Der Stoffbezug ist fest am Gestell montiert, der Camper muss das Gestell lediglich aufklappen oder auseinanderziehen. Beine verriegeln – fertig. Auch hier geht EuroTrail als einziger Hersteller einen etwas anderen Weg. Der Aufbau der Mayet-Küche ist im Vergleich etwas umständlicher.
Größere Küchen wie die Küchenbox Varna von Fritz Berger bieten zudem die Möglichkeit, ein zusätzliches Seitenteil herausziehen – bei der Varna finden sich hier eine Halterung für eine Spülschüssel und einen Müllbeutel. Worauf Camper beim Kauf einer Outdoorküche zudem achten sollten, ist die Höhe der Arbeitsfläche. Einige Küchen sind mit rund 80 bis 85 Zentimetern Höhe eher für kleinere Menschen gemacht, andere eignen sich mit rund 95 Zentimetern hingegen für groß gewachsene Personen. Ideal ist es, wenn sich die Küche in der Höhe verstellen lässt – dann kann der Koch sie auf seine individuellen Bedürfnisse einstellen.
Ein weiteres wichtiges Test-Kriterium ist zudem der Abstand der Küchenunterseite zum Boden. Ist dieser sehr knapp, wird auf nassem oder matschigem Boden schnell die gesamte Unterseite dreckig. Besser ist es, wenn die Füße so konstruiert sind, dass ein Abstand von wenigstens fünf Zentimetern zum Boden entsteht. Dann sind im Zweifelsfall nur die Füße selbst schmutzig – und die lassen sich schnell mit einem Tuch reinigen.
Zuletzt achten die Tester noch darauf, ob die Küchen eine ausreichende Möglichkeit für Luftzirkulation im Inneren bieten, ob sie über seitliche Taschen oder Haken verfügen, auf die Art der Füße (große Tellerfüße sind in der Regel besser als kleine Schraubfüße), und natürlich, wie sie verarbeitet sind.
im Anschluss finden Sie die ausführlichen Testbriefe der getesteten Küchen – hier erfahren Sie auch, welche Modelle insgesamt am besten abgeschnitten haben.
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