> Mobile Elektro-, Diesel- und Gasheizung als Ergänzung zur Bordheizung

Schnelle Wärme zwischendurch: Mobile Zusatzheizungen im Wohnmobil

29.01.2026
Text: Maike Leitholf | Bild: Africa images via Canva

In den meisten Wohnmobilen ist eine feste Heizung serienmäßig an Bord – meist mit Gas oder Diesel betrieben. Trotzdem greifen viele Reisende zusätzlich zu mobilen Heizgeräten. Warum? Weil es Situationen gibt, in denen man schnell Wärme braucht, ohne gleich die komplette Heizanlage hochzufahren.

Ob kurzer Stopp, kühler Abend im Vorzelt oder Übergangszeit im Frühjahr: Mobile Zusatzheizungen können genau dann sinnvoll sein, wenn punktuelle Wärme gefragt ist.

Wann lohnt sich eine mobile Zusatzheizung?

1. Schnelle Wärme bei kurzen Stopps

Für Kaffeepausen oder Zwischenhalte: kleines Heizgerät statt kompletter Bordheizung.

2. Campingplatz mit Landstrom

Warum Gas verbrennen, wenn Strom inklusive ist? Elektroheizer eignen sich gut für kühle Abende.

3. Gezieltes Heizen im Vorzelt oder Sitzbereich

Zusatzgeräte bringen Wärme genau dorthin, wo man sie braucht – ohne den ganzen Aufbau aufzuheizen.

4. Übergangszeit im Frühjahr und Herbst

Bei moderaten Temperaturen reicht oft eine mobile Lösung, statt die Hauptheizung dauerhaft laufen zu lassen.

5. Backup für den Ernstfall

Als Reserve, falls die fest verbaute Heizung ausfällt oder nicht sofort verfügbar ist.

Elektro, Gas, Diesel – was passt besser?

Kurze Einordnung:

  • Elektroheizer: funktionieren mit Landstrom, laufen (je nach Modell) leise und lassen sich unkompliziert einsetzen – auf Stell- und Campingplätzen die einfachste Lösung.

  • Gasheizer: arbeiten unabhängig vom Strom und liefern schnell viel Wärme, erfordern aber gute Belüftung und etwas mehr Aufmerksamkeit beim Betrieb.

  • Dieselheizer: für längeren autarken Einsatz mit gleichmäßiger Dauerwärme, auch bei niedrigen Temperaturen – wenn weder Steckdose noch Gas zuverlässig verfügbar sind.

Sicherheit nicht vergessen

  • auf ausreichende Belüftung achten, insbesondere bei Gasgeräten
  • standsichere Aufstellung

  • Geräte mit Umkippschutz und Überhitzungssicherung wählen

  • CO-Melder im Wohnmobil empfohlen

  • Leistung passend zur Raumgröße wählen
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Mobile Zusatzheizungen im Wohnmobil

Auf Stell- und Campingplätzen mit Stromanschluss sind Elektroheizungen eine unkomplizierte Option. Ob klassischer Heizlüfter oder kompakter Keramikheizer – eingesteckt liefern sie rasch Wärme im Wohnraum oder Vorzelt. Vorteilhaft ist der einfache Betrieb ohne Gas und ohne Nachfüllen. Einschränkung bleibt die Abhängigkeit vom Landstrom: Wer autark stehen möchte, stößt mit elektrischen Lösungen schnell an Grenzen.

Ecomat 2000 – leise Wärme für den Campingplatz

Der Ecomat ist vor allem für Reisende interessant, die regelmäßig Landstrom nutzen. Der leise arbeitende Elektroheizlüfter sorgt für gleichmäßige Wärme, ohne die Luft spürbar auszutrocknen, und ist auch für längere Laufzeiten ausgelegt. Heizstufen, Thermostat und Frostwächter erleichtern die Temperaturkontrolle. In gut isolierten Fahrzeugen oder im Vorzelt spielt er seine Stärken aus – fürs autarke Stehen bleibt er dagegen nur eine eingeschränkte Option. Wir haben den Ecomat 2000 getestet und für gut befunden.

Mobile Gasheizungen

Mobile Gasheizer arbeiten mit Kartusche oder Flasche und kommen ohne Strom aus. Damit eignen sie sich gut fürs Vorzelt oder für kurze Wärmephasen im Camper. Sie liefern meist mehr Leistung als Elektrogeräte, erfordern aber nochmal mehr Aufmerksamkeit: Lüften ist Pflicht, zudem können die Geräteoberflächen sehr heiß werden.

Je nach Bauart gibt es Infrarotstrahler, Katalytöfen, Heizlüfter oder Fackelheizer, aber: Nicht alle sind für Innenräume zugelassen. Wichtig sind auch Umkippschutz und Sauerstoffmangelsicherung – Gasheizungen bringen viel Wärme, verlangen aber einen verantwortungsvollen Umgang.

Portable Buddy Gasheizer – mobile Wärme ohne Strom

Der Portable Buddy richtet sich an Reisende, die auch ohne Landstrom Wärme brauchen. Er arbeitet mit Kartusche oder Propangasflasche und bringt bis zu 2,4 kW Leistung. Piezozündung, Umkippschutz und Sauerstoffsicherung erhöhen die Sicherheit. Sinnvoll fürs Vorzelt oder kurze Wärmephasen im Camper – als Dauerlösung im Innenraum ist er nicht gedacht, dafür unterwegs flexibel einsetzbar.

Alternative für autarkes Heizen: Mobile Diesel-Standheizung von Pundmann

Neben Elektro- und Gasgeräten gibt es auch Lösungen für alle, die unabhängig von Landstrom oder Kartusche Wärme brauchen. Die mobile Diesel-Standheizung von Pundmann richtet sich an Camper, Dachzeltreisende und Outdoor-Fans, die flexibel unterwegs sind.

Das kompakte Box-System lässt sich im Kofferraum verstauen und dank Tragegriffen gut transportieren. Je nach Version ist die Heizung mit Tank sowie AGM- oder LiFePO₄-Batterie erhältlich. Fünf Liter Diesel reichen – abhängig von der Leistungsstufe – für etwa 20 bis 50 Stunden Laufzeit, die integrierte Batterie ermöglicht bis zu zwölf Stunden Betrieb ohne externe Stromquelle.

Mit 0,8 bis 2 kW Heizleistung eignet sich die mobile Einheit für Räume bis rund 20 Kubikmeter. Gesteuert wird per Drehregler oder Fernbedienung.

Fazit

Mobile Heizungen sind in der Regel kein Ersatz für die fest installierte Wohnmobilheizung, zumindest nicht dann, wenn man regelmäßig Wintercamping macht – können den Reisealltag aber spürbar erleichtern. Sie liefern schnelle Wärme, sparen in bestimmten Situationen Gas oder Diesel und bringen Flexibilität ins Heizkonzept. Wer sie gezielt einsetzt, profitiert vor allem in der Übergangszeit, bei kurzen Stopps oder auf Stellplätzen mit Landstrom.

Diesel-, Gas-, Wasser- oder Luftheizung: Warum im Wohnmobil nicht immer maximale Leistung zählt – und wie Sie mit der richtigen Heizstrategie Energie sparen, die Wärme besser verteilen und das Raumklima spürbar verbessern.

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