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LiFePO4-Akkus: Neuheiten auf der CMT

17.01.2026
Text: Maren Siepmann | Bild: Hersteller

LiFePO4-Akkus sind leistungsstark, sparen Gewicht und machen Reisemobile zu echten autarken Campern. Welche speziell für Freizeitfahrzeuge entwickelten Batterien gibt es? Eine Übersicht.

Seit Jahren wissen immer mehr Camper die Vorzüge von leistungsstarken LiFePO4-Akkus zu schätzen. Kein Wunder, dass die Auswahl am Markt immer größer wird. Wir zeigen, welche Modelle es gibt, und wie einige Hersteller die Technik weiterentwickeln.

LiFePO4-Akkus für Camper

1. Next Level Systems: Neue hochwertige Produkte

Die Akkus von Next Level Systems kommunizieren mit einem optionalen GPS-Daten-Tracker, der Position, Status- und Warnmeldungen an die App schickt.
Foto: Next Level Systems

Neben hochwertigen Solarmodulen, die den Schwerpunkt des Produktsortiments von Next Level Systems bilden, gehören auch leistungsstarke LiFePO4-Batterien zum Portfolio.  Die Akkus befeuern auch große Wechselrichter sowie einen optionalen GPS-Daten-Tracker. Er sendet Position, Batteriestatus und Warnmeldungen weltweit auf die App – praktisch für Langzeitreisende und Selbstausbauer, die volle Kontrolle über ihre Energieversorgung wollen.

www.next-level-systems.com

Halle C1, B34

2. Forster Individual Batteries: 520Ah-LiFePO4-Untersitzbatterie

Foto: Forster Individual Batteries

Das Lithiumbatterie-Unternehmen Forster Batteries nimmt als neuestes Modell die Smart Power Plus Untersitzbatterie CS12-520C ins Produktportfolio auf. Der LiFePO4-Akku hat eine Kapazität von 520 Amperestunden, passt perfekt unter den Beifahrersitz und nimmt so keinen wertvollen Stauraum an anderer Stelle im Reisemobil ein. Sie liefert ausreichend Leistungsreserven für autarkes Campen, energieintensive Verbraucher wie Klimaanlagen und verlängerte Standzeiten. Die Integration von Victron Connect sowie Bluetooth 5.0 ermöglichen eine komfortable Überwachung aller relevanten Batterieparameter über die mobile CS-App. Zudem ist das neue Modell mit einem On-Off-Schalter ausgestattet, über den die Batterie bei längeren Standzeiten oder während der Wintermonate bei niedrigen Temperaturen vollständig vom System getrennt werden kann. Die Smart Power Plus Serie, zu der das neue Modell gehört, erfüllt hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards: Sie ist nach UN38.3 und ECE-R10 zertifiziert, verfügt über eine integrierte Heizung und Forster bietet sie mit einer Garantie von fünf Jahren an. Das Modell passt unter das Standard-Untersitzgestell von gängigen Reisemobil-Basisfahrzeugen wie zum Beispiel Fiat Ducato, Peugeot Boxer oder Citroen Jumper.

www.forster-batteries.de

Halle 10, D43

3. Liontron: 720Ah-Untersitz-Akku und prismatische Zellen

Die Montage zeigt links die Untersitzbatterie mit 720 Ah unter einem Sitzgestellt, rechts die prismatische Serie mit 100 Ah.
Foto: Liontron

Liontron hat neben einem umfangreichen Sortiment an Aufbaubatterien mit Rundzellen auch mehrere komplett neu entwickelte Akkus im Programm. Dies ist zum einen eine LiFePO4-Untersitz-Batterie mit 720 Amperestunden Kapazität, die mit 9,2 kWh Energiereserve und Arctic Funktion auch ideal fürs Wintercamping ist. Die Arctic Funktion ermöglicht beispielsweise, den Akku auch bei Minusgraden zu laden, was sonst bei LiFePO4-Batterien nicht möglich ist. Möglich machen das zwei energieeffiziente Heizelemente, die vom Batterie-Management-System (BMS) vollautomatisch gesteuert werden. Durch den Ladestrom kann die Zelltemperatur über dem Gefrierpunkt gehalten werden, sodass die Nutzung der Batterie unter extremen Außentemperaturen von bis zu -30 °C möglich wird. Ebenfalls neu ist außerdem eine 100Ah-LiFePO4-Batterie mit prismatischen Zellen und integriertem Dual-Plus- und Minuspol. Dies bietet eine Reihe von Vorteilen bei der Verkabelung der Batterie mit Ladeboostern, Solarreglern oder Wechselrichtern. Über eine Bluetooth-Schnittstelle lassem sich Lade- und Verbrauchsdaten über die Liontron Multi App auslesen. Die Liontron 100 Ah wiegt 10,75 Kilogramm und liefert 1.280 Wattstunden. Das smarte Kommunikations- und Sicherheitssystem EKOcast erweitert zudem die Funktionen rund um alle Liontron LiFePO4-Batterien, schützt sie vor Fremdzugriffen und erlaubt eine nahtlose Integration in Stromversorgungssysteme wie beispielsweise Victron-Anlagen.

www.liontron.com

Halle 10, H53

4. Natbatt: Zukunftsweisende Technik mit Natrium

Statt auf Lithium setzt die Schweizer Firma Natbatt auf Natrium als Ladungsträger.
Foto: Natbatt

Maximale chemische Sicherheit, absolut nicht brennbar: Natbatt aus der Schweiz wirbt mit neuer, zukunftsweisender Technik. Die Schweizer Natrium-Ionen-Batterien funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie klassische Lithium-Ionen-Akkus, setzen jedoch auf Natrium statt Lithium als Ladungsträger. Beim Laden wandern Natrium-Ionen von der Kathode zur Anode, beim Entladen kehren sie zurück und setzen dabei Elektronen im äußeren Stromkreis frei – nutzbarer Strom entsteht. Das Konzept gilt als vielversprechend, da Natrium reichlich verfügbar ist und neue Perspektiven für nachhaltige Energiespeicher eröffnet. Hochinteressant: Die Natbatt soll selbst bei Frost zuverlässig funktionieren und ist gleichermaßen als Starter- und Bordbatterie einsetzbar sein. Gewicht und Energiedichte sollen in etwa auf Augenhöhe mit LiFePO4-Akkus liegen.

www.natbatt.ch

Halle C1, E01

5. Snettbox: Die etwas andere Bordbatterie für Camper

Eine Übersichtsgrafik zeigt die Parallelschaltung mehrerer Snettboxen im Freizeitsfahrzeug, daneben die App.
Foto: Snettbox

Hersteller Battery-Direct fertigt seine Snettbox in Bad Schönborn und hat mehr als 20 Jahre Erfahrung mit USV-Anlagen – „Unterbrechungsfreie Stromversorgungs-Anlagen“ kommen überall dort zum Einsatz, wo bei Ausfall des Netzstroms die Stromversorgung von Servern oder klinischen Geräten ohne Zeitverzug garantiert sein muss. Aber auch für die Nutzung im Freizeitfahrzeug ist die Snettbox wie geschaffen. Abgesehen von den 168 zylindrischen NMC-Rundzellen und einigen Bauteilen der Platine ist sie quasi komplett „Made in Germany“. Die Technik der Snettbox: Hierbei steht NMC für Nickel-Mangan-Cobalt – wir sprechen also von einer Li-NMC-Batterie. Ein Zelltyp, der bei E-Autos und Pedelecs zum Einsatz kommt. Jede Snettbox kann direkt für ein 12-, 24-, 36- oder 48-Volt-System programmiert werden. Die Energiedichte der NMC-Zellen ist im Vergleich zu LiFePO4 höher, Gewicht und Volumen bei gleicher Kapazität geringer. Entgegen herkömmlicher LiFePO4-Akkus lassen sich Snettboxen auch jederzeit in Bordnetze mit schon älteren Snettboxen nachrüsten. In Parallelschaltungen mehrerer Boxen denkt nicht nur jede Box mit ihrem integrierten BMS für sich, sondern stets auch als gesamtes System, bei dem jede einzelne Box als „Gehirn“ für alle arbeiten kann. Selbst wenn eine Snettbox in beispielsweise fünf parallelgeschalteten Batterien ausfallen würde, bleibt der Restverbund doch funktionsfähig. Hohe Entladeströme sind bis minus 30 Grad möglich (20 A), eine Ladung bis zu frostigen minus 10 Grad.

www.snettbox.de

Halle 10, H56

6. Ective: Bordelektronik und Energiesysteme

Die 700-Ah-Batterie LC 700S Underseat LT von Ective lässt sich bequem unter Fahrer- oder Beifahrersitz montieren.
Foto: Ective

Für Selbstausbauer, denen der Sinn auch nach Autarkcampen steht, bietet Ective pfiffige Energiesysteme, die einfach zu installieren und somit quasi sofort einsatzbereit sind. Die AccuBox-Powerstation vereint LiFePO4-Batterie, 3.000-Watt-Wechselrichter, MPPT-Solarladeregler und Lade-Booster in einem Gerät. Kurzum: Im Grunde ist kein zusätzliches Zubehör nötig. Sie liefert genug Energie, um Kühlschrank, Induktionskochfeld oder tragbare Klimaanlage mehrere Stunden autark zu betreiben. Wer wünscht ergänzt das Setup durch die BSP Lightweight-Solarmodule, die mit hohem Wirkungsgrad und ultraleichtem ETFE-Material maximale Solarleistung bei minimalem Gewicht liefern sollen. Für maximale Power bei kompakter Bauweise steht die LC 700S Underseat LT. Eine 700-Ah-Batterie, die sich bequem unter Fahrer- oder Beifahrersitz montieren lässt. Bluetooth- und CAN-Bus-Konnektivität sowie eine integrierte Zellheizung, die einen Betrieb bis minus 30 Grad Celsius garantieren soll, sind mit an Bord.

www.ective.de

Halle 10, G81

7. HGPower: Elektronik von EcoFlow

Der EcoFlow Power-Kit ist eine leistungsstarke und kompakte All-in-One-Lösung bestehend aus Lade-Booster, Landstromladegerät, zwei MPPT-Solarladereglern, einem AC-Sinuswechselrichter sowie einem DC/DC-Konverter.
Foto: HGPower

Am Stand von HGPower stehen die Stromversorgungskonzepte von EcoFlow im Fokus. Besonders der EcoFlow Power-Kit richtet sich gleichermaßen an Fahrzeughersteller wie an Selbstausbauer, die eine leistungsstarke und kompakte All-in-One-Lösung suchen. In einem System sind Lade-Booster, Landstromladegerät, zwei MPPT-Solarladeregler, ein AC-Sinuswechselrichter sowie ein DC/DC-Konverter integriert. Über optionale Zusatzmodule lassen sich zudem Füllstandsanzeigen für Frisch- und Grauwasser oder weitere Fahrzeugfunktionen einfach einbinden. Dank steckbarer, verpol- und verwechslungssicherer Anschlüsse ist die Installation besonders schnell und sicher – es passt nur zusammen, was zusammengehört. Das reduziert Montagezeit, minimiert Fehlerquellen und macht professionelle Energieversorgung auch für DIY-Ausbauer unkompliziert realisierbar.

www.hgpower.de

Halle 10, G53

Redaktion
Maren Siepmann
Maren Siepmann ist seit August 2014 bei der Reisemobil International und für die Themen Praxis & Zubehör zuständig.
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