> Leichte Alternative zu Alu-Riffelblech mit Mipa Protector

Heckgarage beschichten: Leichte Alternative zu Alu-Riffelblech

15.01.2026
Bild & Text: Karsten Kaufmann

RMI beschichtet die Heckgarage eines Fernreisemobils mit Mipa Protector. Das Ergebnis: ein rutschfester, kratzbeständiger Boden, bereit für den harten Reisealltag.

Die Heckgarage eines Wohnmobils gehört zu den meistbeanspruchten Bereichen des gesamten Fahrzeugs. Sie dient als Stauraum für Fahrräder, Campingmöbel, Sportausrüstung, Werkzeug und zahlreiches Zubehör. Hier wird ständig eingeladen, herausgezogen, verschoben und verrückt – Wände und Boden werden dabei stark beansprucht. Viele Camper kleiden ihre Heckgarage deshalb mit Alu-Riffelblech aus. Das ist jedoch teuer, aufwendig zu montieren und bringt unnötig viel Gewicht ins Wohnmobil.

RMI stellt Ihnen hier eine interessante Alternative zum Alu-Riffelblech in der Wohnmobil-Heckgarage vor: Um die Langlebigkeit von Wänden und Boden zu erhöhen und deren Oberfläche dauerhaft widerstandsfähiger zu machen, haben wir die Heckgarage eines Expeditionsmobils mit Mipa Protector beschichtet – einem 2K-PU-Strukturlack, der speziell für stark belastete Flächen entwickelt wurde.

Mipa Protector lässt sich problemlos mit einer Unterbodenpistole spritzen. In der engen Heckgarage wollten wir uns den Sprühnebel jedoch ersparen – auch wenn Mipa deutlich weniger nebelt als ein normaler Lack. Daher greifen wir zur Rolle. Das Rollen ist eine empfehlenswerte Alternative, nicht nur für geschlossene Räume, sondern auch für Anwender, die nicht über Kompressor, Sprühpistole und das nötige Know-how verfügen.

Wichtig: Unbedingt Schutzhandschuhe und eine Halbmaske mit P3-Atemschutzfilter verwenden.

Vorbereitung der Heckgarage

Wie bei allen Lackierarbeiten gilt: Vor dem Beschichten muss die Oberfläche mit einem Schleifvlies aufgeraut, gründlich abgesaugt (gereinigt) und anschließend mit Mipa Silikonentferner entfettet werden. Nur so ist eine optimale Haftung von Mipa Protector in der Wohnmobil-Heckgarage gewährleistet.

Kanten, Beschläge und Dichtungen kleben wir vorsorglich ab. Wie sich später zeigt, lässt sich das Lackierklebeband auch bei ausgehärtetem Protector gut abziehen. Tipp: Wenn erreichbar, das Klebeband direkt nach dem Lackieren bzw. Rollen abziehen.

Grundierung und Anmischen

Auf GfK ist laut Hersteller keine Grundierung nötig. Nach dem Anschleifen und Reinigen mischen wir den Lack im exakt vorgegebenen Verhältnis an (auf Aluminium wäre zuvor eine Schicht Mipa EP-Grundierfiller angeraten).

Da die Ergiebigkeit bei rund drei Quadratmetern pro Liter liegt, mischen wir für die erste Schicht eine komplette Literdose an: Dose öffnen, den kompletten Härter zugeben, zwei Minuten kräftig schütteln – fertig zum Verarbeiten.

Man hat die Wahl zwischen den Härtern H5 oder H10. Wir entscheiden uns für H10, der eine fast doppelt so lange Verarbeitungszeit zulässt. Das ist besonders bei warmen Außentemperaturen empfehlenswert, da 2K-Gebinde hier sehr schnell antrocknen. Bei 20 °C bleiben rund 1,5 Stunden Zeit für die Verarbeitung. Nach etwa 20 Minuten ist der Lack staubtrocken, nach drei bis vier Stunden grifffest und nach 24 Stunden montagefest. Die finale Härte erreicht Mipa Protector nach etwa sieben Tagen bei 20 °C.

Verarbeitung mit der Rolle

Nach dem ersten Versuch verdünnen wir unser Gebinde mit etwas weniger als zehn Prozent Verdünnung, um die Viskosität fürs Rollen zu optimieren. Grundsätzlich ist die Verarbeitung auch ohne Verdünnung möglich (beim Spritzlackieren ist Verdünnung dagegen ein Muss).

Wichtig zu wissen:

  • Art der Rolle
  • Düsengröße beim Lackieren
  • Abstand der Lackierpistole zur Oberfläche

All diese Faktoren verändern die finale Struktur der Oberfläche.

Mit einer kurzflorigen Walze lässt sich der Strukturlack gleichmäßig verteilen. Die entstehende leicht genoppte Oberfläche hilft, Kratzer zu vermeiden und sorgt gleichzeitig für eine rutschhemmende Beschichtung des Garagenbodens.

Da wir eine besonders widerstandsfähige Oberfläche in der Heckgarage des Wohnmobils wünschen, tragen wir im Abstand von etwa vier Stunden zwei weitere Schichten auf. Die Arbeit gelingt auch handwerklich weniger versierten Hobbybastlern problemlos.

Mipa Protector ist ideal für …
• Karosserien von Offroad-Fahrzeugen
• Felgen, Schweller, Auffahrrampen
• Heckgaragen, Staufächer
• Dachträger, Rammschutz, Radhäuser

Eigenschaften von
Mipa Protector:
• hohe UV- und Witterungsbeständigkeit
• ausgezeichnete Schlag- und Kratzfestigkeit
• hohe Beständigkeit gegen Kraftstoffe und Öle
• sehr gute Wasserbeständigkeit
• wirkt geräuschunterdrückend
• hohe Temperaturtoleranz, dauerhaft bis 150 °C

Mipa Protector …
• kann mit UBS-Spritzpistole gespritzt werden
• kann gerollt werden
• gibt es in Weiß und Schwarz
• …oder optional in RAL-Farben
• gibt es als DIY-Spraydosen (25 €/400 ml)
• als Dose 750 ml zum Lackieren (34 € /inkl. 250 ml Härter)

www.mipa-paints.com

So lässt sich die Heckgarage im Wohnmobil oder Expeditionsmobil dauerhaft robust, pflegeleicht und professionell beschichten – eine leichte und kostengünstige Alternative zu Alu-Riffelblech.

Redaktion
Karsten Kaufmann
Karsten Kaufmann ist seit 2007 bei der Reisemobil International und ist Experte für Praxis und Zubehör.
zum Profil
AKTUELLE AUSGABE
12/2025
Abo
abschließen,
Prämie
sichern!
Akuelle image