Im Umgang mit Kohlenmonoxid (CO) und Flüssiggasen wie Propan oder Butan gilt: Äußerste Vorsicht ist Pflicht. Ein Unfall oder eine Unachtsamkeit mit diesen Stoffen kann im Extremfall tödlich enden. Umso wichtiger ist, dass wir uns beim Camping auf absolut zuverlässige Gaswarner verlassen können.
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15 Gaswarner im Test: Einen solch umfangreichen Vergleich für Freizeitfahrzeuge gab es in Deutschland bislang nicht. Schon ein Redaktionstest aus dem Jahr 2020 deckte bei mehreren Geräten bedenkliche Sicherheitslücken auf. Einige Hersteller reagierten, andere nicht. Zeit für eine neue Bestandsaufnahme.
Im aktuellen Test prüfte die Redaktion Gaswarner für Flüssiggas (Propan/Butan) und Narkosegase ebenso wie Geräte zur Kohlenmonoxid-Erkennung. CO benötigt einen eigenen Sensortyp, trotzdem werben mehrere Hersteller mit sogenannten Dual Sensoren. Unser Test zeigte klar, dass diese Geräte Kohlenmonoxid eben nicht erkennen und somit hier versagen.
Was das in der Praxis bedeutet? Reagiert ein Gerät bei der getesteten Konzentration nicht, drohen im Ernstfall schwere gesundheitliche Schäden, im Extremfall der Tod. Die Werbeaussagen der Hersteller, beide Gasarten mit nur einem Sensor erkennen zu können, sind aus Sicht von RMI nicht nur gefährlich, sondern unnötig.
Da LPG und Narkosegase schwerer als Luft sind, muss die Montage des Geräts bodennah erfolgen. CO Sensoren für das leichtere Kohlenmonoxid müssen dagegen mindestens oberhalb des höchsten Schlafniveaus, also über 1,5 Meter, platziert werden. Da alle externen Zusatz CO Sensoren der gleichen Hersteller zuverlässig funktionieren, stellt sich die Frage: Warum diese fahrlässigen Marketingaussagen? Warum nicht die Zentrale als reinen LPG Warner in Kombination mit speziellen CO Warngeräten anbieten und auf bedenkliche Grenzgänge verzichten? Als Reaktion hat ein Hersteller seine Zentrale inzwischen vom Markt genommen.
Wie Gaswarner vor Narkosegasen schützen, spielt für viele Camper ebenfalls eine wichtige Rolle. Für das zuverlässige Erkennen von Kohlenwasserstoffen wie Propan und Butan sowie Kohlenmonoxid legte das Testteam die maximal tolerierbaren Gaskonzentrationen nach DIN EN 50194 2 (LPG und Narkosegase) und DIN EN 50291 2 (CO) zugrunde. Gibt ein Gaswarner innerhalb dieser Grenzen in normgerechter Zeit Alarm, galt die Prüfung als bestanden.
Die Normen regeln zudem, wie Defekte angezeigt werden müssen oder wie laut ein Alarm sein soll. Diese Punkte flossen mit großer Toleranz in die Bewertung ein, da kaum ein Hersteller, mit Ausnahme von Thitronik, seine Geräte konsequent an den Normen ausrichtet. USB Sticks, Geräte mit Kfz Kabel oder Batterie wären als nicht ortsfest montierte Systeme eigentlich nicht normkonform. In den Augen der Tester sollten sie dennoch alle beworbenen Gase innerhalb der Normgrenzen zuverlässig erkennen.
Auch Carpro Tec definiert seinen TriGasPro entsprechend und erlaubt Kunden eine Selbstkalibrierung des Sensors zwischen „Alarm bei normaler Umgebungsluft“ und „kein Alarm bei kritischer Gaskonzentration“. Für die Testredaktion ist das ein No Go, da die Verantwortung für einen sicheren Betrieb auf den Nutzer übertragen wird. Nach Kritik von RMI prüft Carpro Tec inzwischen, diese Funktion zu sperren.
Kurzum: Ein Gaswarner Test ohne Orientierung an Normen ist nicht denkbar. Ohne klare Spielregeln können Verbraucher der Kernaufgabe von Gaswarnern nicht vertrauen: Leben retten. Mit der CE Kennzeichnung müssen Hersteller die entsprechenden Normvorgaben einhalten. Einige tun das. Dass solche Geräte etwas mehr kosten, ist eine Investition ins Leben. Und die lohnt sich.
Unser Testergebnis fiel bedenklich aus: Von den 15 getesteten Modellen haben lediglich vier die Tests mit sehr gut oder gut bestanden – neun fallen mit Schwächen oder gar gravierenden Sicherheitsmängeln durch. Hier sind die vier Modelle, die ihre Versprechen halten und die wir guten Gewissens empfehlen können.
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