Gebrauchtwagen-Check: Karmann Mobil Ontario A 580 Praxis Kurz und hoch

Auf den ersten Blick fällt bei dem Ontario, der bei Kfz-Technik Ehlers in Lamstedt steht, der große Alkoven auf. Diese eigenwillig, aber elegant geformte Schlafstatt über dem Fahrerhaus bildet das Markenzeichen der Alkovenmodelle von Karmann Mobil. Das Besondere daran: Die Oberschale überlappt. Das verhindert Undichtigkeit am Übergang zum Seitenteil.

Mal abgesehen von oberflächlicher Verschmutzung erwecken alle Klebeverbindungen einen neuwertigen Eindruck. Diesen Anschein untermauert eine Feuchtigkeitsmessung: Tatsächlich gibt es an sämtlichen Fenstern und Luken nichts auszusetzen.

Guter Aufbau
Doch nicht nur der Alkoven macht den Ontario zu einem Hingucker. Auch seine Farbe: Der Triebkopf des Fiat Ducato und der Aufbau sind in Silbermetallic gehalten. Das verleiht dem Fahrzeug ein edles Äußeres, das sich wohltuend vom Einheitsweiß der mobilen Welt abhebt.

Der äußere Zustand ist sehr gut. Zwei Steinschläge in der Motorhaube und ein paar haarfeine Risse in der Seitenschürze kommen auf die Mängelliste. Die etwas matten Kunststoffgläser der Heckleuchten sollten mit ein wenig Politur nach ein paar Minuten in neuem Glanz erstrahlen.

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Modern: Der Möbelbau ist hochwertig verarbeitet. Die Volldinette wirkt dominant. Foto: Claus-Detlev Bues

Ein Blick unter die Haube offenbart: Vor 2.000 Kilometern ist das Karmann Mobil einer großen Inspektion unterzogen worden. Dabei wurden Öl und Bremsflüssigkeit gewechselt sowie ein Klimaservice durchgeführt. Der Austausch des Zahnriemens liegt 25.000 Kilometer zurück. Überraschung beim Blick unter das Fahrzeug: Der Ontario ist mit einer Luftfederung von Linnepe ausgestattet, die in der Fahrzeugbeschreibung nicht erwähnt ist. Sie dürfte bei der Fahrzeughöhe von 3,22 Metern zusätzliche Fahrstabilität gewährleisten.

Hoher Einstieg
Schon beim Öffnen der Aufbautür fällt der hohe Einstieg auf. Grund dafür ist der Doppelboden, der Technik sowie Wassertanks frostsicher aufnimmt und Stauraum für die Campingutensilien bietet. Zusätzlich isoliert der Doppelboden und verhindert kalte Füße.

Im Einstieg findet sich der erste Defekt: Das Pushlock-Schloss in der Klappe zum Doppelboden ist defekt. „Das reparieren wir vor der Auslieferung“, versichert Kfz-Meister Jens Stüven von Ehlers.

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