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Gebrauchtwagen-Check: Ford Nugget Test Kurz und hoch

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Ein gebrauchtes Reisemobil zu einem vernünftigen Preis zu finden, ist derzeit schwierig. Noch schwieriger wird es bei einem Kastenwagen: Da viele Hersteller ausverkauft sind, schießen die Preise für Gebrauchte in die Höhe. Trotzdem lassen sich noch gute Angebote aufspüren.

Beim Kandidaten für den Gebraucht-Check, dem Ford Nugget, handelt es sich um ein kompaktes Mobil auf Ford Transit, ausgebaut von Westfalia als Auftragsarbeit. Der Vertrieb findet ausschließlich über das fordeigene Händlernetz statt. Genau dort liegt das Problem bei der Gebrauchtwagensuche: Einige Verkäufer bieten den Nugget als Westfalia an, andere unter der richtigen Herstellerbezeichnung Ford. Wer das komplette Angebot sucht, muss die Inserate beider Produzenten durchforsten.

Pflege nach Scheckheft

Von außen macht der Nugget einen tadellosen Eindruck. Nur die Blende der Kennzeichenbeleuchtung ist durch einen Anstoß beschädigt. Da weder Heckklappe noch Stoßstange eine Schramme zeigen, kommt ein Unfall nicht in Frage. Der gute Eindruck deckt sich mit den Einträgen im Scheckheft: Der Vorbesitzer hat alle Arbeiten pünktlich in der Vertragswerkstatt durchführen lassen.

Eine typische Alterserscheinung – nicht nur beim Ford Transit – ist, dass sich manche Zierleisten an den Ecken lösen. Das ist auch bei diesem Nugget der Fall. Vor der Auslieferung sollen diese Mängel aber noch behoben werden. Ansonsten zeigen sich Motorraum und Unterbau in gutem Zustand. Lediglich in den Radkästen hat sich der Unterbodenschutz teilweise aufgelöst, der Lack ist zu sehen. Bevor es auf große Fahrt geht, sollte der Unterbodenschutz erneuert werden.

Alltag & Freizeit

Beim Nugget wird Alltagstauglichkeit groß geschrieben. Mit nur 4,86 Meter Länge und einer Breite von 1,97 Metern ist der Ford den Anforderungen des Alltags gut gewachsen. Lediglich Parkhäuser und Waschanlagen sind tunlichst zu meiden: Bei einer Höhe von 2,85 Metern wird aus dem Freizeitmobil sonst unfreiwillig ein Cabriolet. Wer auf eine geringe Höhe angewiesen ist, sollte sich nach einem Nugget mit Aufstelldach umsehen.

Das Handling ist dank der kompakten Maße auch im Stadtbetrieb gut. Während im hinteren Teil dank Hochdach selbst größere Passagiere viel Kopffreiheit genießen, fällt im Fahrerhaus für lange Menschen die Kopffreiheit zu gering aus. Das betrifft aber alle Transits – mit Ausnahme der aktuellen Baureihe.

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Ein Kommentar zu “Kurz und hoch

  1. Schön das Sie mit den Bericht den Gebrauchtwagenmarkt für den Nugget wieder ankurbeln, nachdem die Preise wegen der häufigen Motorschäden bei den Transit Wohnmobilen der Modelle 2007-2011 ins Bodenlose gefallen sind.
    Schlecht nur für die ahnungslosen Käufer, welche in dem Fall dann bei Ford auf 9000€ Schäden sitzen bleiben könnten, da ja nichts gezahlt wird sobald Scheckheft nicht lückenlos oder nur anteilig Kulanz bei höherer Laufleistung!

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