Gebrauchtwagen-Check: Bavaria Camp Marino Praxis Nur noch secondhand

Bavaria Camp aus Obermeitingen musste sich im Lauf seiner Geschichte häufiger durch schwierige Fahrwasser kämpfen. Doch irgendwie rackerte sich die kleine Manufaktur immer wieder nach oben. Hochwertige, handgemachte Fahrzeuge zeichneten das Unternehmen aus. Pfiffige und variable Grundrisse verhalfen der Marke zu Anerkennung. Doch kurz nach der Übernahme durch Knaus Tabbert kam das Aus. Die kleine Firma mit ihrer begrenzten Produktionskapazität passte nicht ins Konzept von Investor und großem Konzern.

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Picobello – der Motorraum befindet sich in einem Top-Pflegezustand. Foto: Jörg Nullmeyer

Bavaria Camp Marino im Gebraucht-Check
Der gebrauchte Marino ist der klassische Kastenwagen. Er ist knapp sechs Meter lang mit einem Querbett im Heck. Sein Basisfahrzeug stammt von Citroën und markiert die Ära vor der Übernahme durch Knaus Tabbert: Nach dem Inhaberwechsel musste gemäß Konzernrichtlinie auf Fiat gebaut werden.

Das französische Chassis stellt aber keinen Nachteil dar. Der Motor hat wohl etwas weniger Hubraum, ist aber genauso leistungsfähig wie das Fiat-Aggregat. Sogar der kostspielige Zahnriemenwechsel entfällt, da eine Kette den Citroën-Motor steuert.

Von außen macht der Bavaria Camp einen eher schlichten, unspektakulären Eindruck. Im vorderen Wohnraum befindet sich auf jeder Seite ein Ausstellfenster, ebenso in den beiden Hecktüren. Wäre nicht der Fahrradträger an der Hecktür montiert, könnte der optisch unauffällige Marino auch als Transporter durchgehen.

Trotz des guten Gesamteindrucks gibt es ein paar Schwachpunkte: Die Kunststoff-Seitenblende der Beifahrertür hat einen tiefen Kratzer, wobei der gescheiterte Ausbesserungsversuch schlimmer ausgefallen ist als der eigentliche Schaden. Wer die Stelle nicht mit Farbe ausbessern möchte, kann für relativ wenig Geld die Blende tauschen.

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