Vergleich: Teilintegrierte ohne Festbett Test Kompakte Raumwunder

Viele gängige Teilintegrierte sind mit Festbett, das heißt mit Einzelbetten, Quer- oder französischem Bett im Heck ausgestattet. Wobei die Betten einen Großteil der Grundfläche des Reisemobils einnehmen und so besonders in kompakten Mobilen schnell Platzmangel herrscht.

Einige Hersteller bieten deshalb Fahrzeuge ohne Heckbett an. Für den Vergleich in Reisemobil International sind das Chausson, Dethleffs und Hobby. Sie schaffen es, trotz geringerer Aufbaumaße die Bewegungsfreiheit im Wohnraum deutlich zu erhöhen.

Zum Schlafen legt sich das Paar ins Hubbett über der Sitzgruppe. Das verlangt von den Reisemobilisten allerdings, in das absenkbare Hubbett hoch zu klettern. Zudem vermissen viele ein gewisses Maß an Privatsphäre: Der eine kann sich nicht in einen anderen Wagenteil zurückziehen, wenn der andere noch an der Dinette sitzt.

Karosserie

Alle drei Testmobile sind mit Grundpreisen zwischen knapp 46.000 und 60.830 Euro in der Mittel- bis gehobenen Mittelklasse angesiedelt. Der teurere Hobby Optima T 60 H rollt mit holzfreiem, hagelresistentem und verrottungsfreiem Dach und Boden in GfK-Sandwichbauweise vom Produktionsband. Die Wände sind aus Alu-Sandwich mit Holzfachwerk gefertigt. Der günstigere Flash 530 von Chausson punktet mit GfK-Sandwichwänden. Auf den Einsatz von Holz verzichten die französischen Konstrukteure weitestgehend. Stattdessen setzt Chausson auf festen PU-Schaum als versteifendes Element.

Dethleffs fertigt die Wände in Alu-Sandwichweise (Holzfachwerk). Der Boden wird in Lifetime-Smart-Konstruktion als holzfreies GfK-Sandwich gefertigt. Auch das Dach konstruiert der Allgäuer Hersteller in hagelresistenter GfK-Sandwichbauweise.

Um Produktionskosten zu sparen, statten Dethleffs und Hobby ihre Teilintegrierten mit aufgesetzten Wohnwagenfenstern aus. Dafür werten sie den Optima und den Trend mit extrabreiten Aufbautüren im XL-Format auf (70 Zentimeter Durchgang).

An der Verarbeitungsqualität lässt sich in allen drei Fällen nichts bemängeln. Türen und Klappen passen die Hersteller sorgfältig ein, die Übergänge zwischen Fahrerhaus und Kabine sind fachgerecht gegen Nässe abgedichtet. Ebenso halten alle drei Hersteller die Spaltmaße klein und gleichmäßig, was einen guten Eindruck hinterlässt.

Chausson
+ GfK-Sandwich-Kabine
+ hochwertige PU-Rahmenfenster

Dethleffs
+ Dach/Boden GfK-Sandwich
– aufgesetzte Wohnwagenfenster

Hobby
+ Dach/Boden GfK-Sandwich
– aufgesetzte Wohnwagenfenster

Schlafstätten im Vergleich

_B811458

Bild 1 von 3

Der Chausson Flash 530 ist serienmäßig mit einem elektrisch absenkbaren Hubbett ausgestattet. Es lässt sich in zwei Höhenstufen anhalten. So kann unten jemand sitzen, wenn der Partner oben ist. Foto: Zuckerfabrik Fotodesign

Text: Juan Gamero, Fotos: Zuckerfabrik Fotodesign

Den vollständigen Vergleichstest lesen Sie in der Mai-Ausgabe von Reisemobil International. Diese gibt es bei Ihrem Zeitschriftenhändler oder zum kostenpflichtigen Download in unserem Shop.

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.