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Profitest: Knaus Van I 650 MEG Test Guter Einstieg

Ganz so kurz wie es der Name vermuten lässt, ist der Van I 650 MEG nicht, doch mit sieben Meter Länge verspricht auch das größte Modell dieser Baureihe entspanntes Reisen abseits der Autobahn.

Mit zwei 207 und 189 mal 81 Zentimeter großen, an den Fußenden etwas zulaufenden Einzelbetten im Heck und dem 185 mal 148 cm großen Hubbett über den drehbaren Pilotensitzen ist das Fahrzeug auf bis zu vier Urlauber zugeschnitten.

Sein Grundpreis liegt bei 69.690 Euro, lässt sich mit Extras aber leicht deutlich nach oben bewegen.

Innen trifft der Käufer auf so manch gut durchdachtes Detail. So spart Knaus etwa beim Bad wertvollen Raum durch Einbau eines samt Spiegelwand schwenkbaren Waschbeckens. Um 90 Grad gedreht geben Becken und Wand den nötigen Platz zum Duschen frei. Was sich in der Theorie vielleicht kompliziert anhört, gestaltet sich in der Praxis ganz einfach.

Die Küche konzipiert Knaus als klassischen Küchenblock. Auch die Ausstattung ist mit elektrisch zündendem Dreiflammherd, Rundspüle und nebenstehendem 142-Liter-Kühlschrank guter Standard.

Die Sitzgruppe besteht aus der Zweiersitzbank mit zwei Dreipunkt-Sicherheitsgurten, aus den drehbaren Pilotensitzen und dem raumsparend an der Seitenwand angeschlagenen Tisch. Überhaupt merkt man dem Van I 650 MEG dank geschickter Anpassung des Mobiliars seine nur 2,05 Meter Innenbreite kaum an – vielmehr wirkt der Innenraum recht großzügig.

Auch beim Thema Stauraum bleibt beim schlanken Knaus alles im grünen Bereich. Die rund 205 mal 95 mal 119 Zentimeter große Heckgarage und gleich drei Kleiderschränke im Innenraum reichen auch bei voller Besetzung gut aus.

Kürzerer Radstand – das bedeutet bei gleicher Außenlänge größerer Hecküberhang. Wie sich diese Kombination im alltäglichen Fahrbetrieb und auf dem Testgelände auswirkt, ob der Van I 650 MEG als Dreieinhalbtonner mit vier Mann an Bord ohne Auflastung auskommt, wie es um die Qualität des Aufbaus bestellt ist und wie der Möbelbau des Knaus wegkommt, das lesen Sie in der aktuellen Mai-Ausgabe von Reisemobil International – jetzt bei ihrem Zeitschriftenhändler oder als ePaper zum kostenpflichtigen Download.

Text: Mathias Piontek, Fotos: Hardy Mutschler, Reisemobil International

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2 Kommentare zu “Guter Einstieg

  1. Ist der Aufbau des Knaus Van I jetzt holzfrei oder nicht? Auch im Heft schreiben Sie von Alu Sandwich bei Wänden und Boden, ist da jetzt noch ein Holzlattengerüst drin oder nicht? Ich würde mich mal über einen Artikel zu den aktuell verbauten Aufbauarten freuen!

    • Hallo Herr Maier,
      der Boden im Knaus Van I 650 MEG ist komplett holzfrei und besteht aus Alu-Sandwich mit XPS-Schaum (Styrofoam) als Isolierung. Die Wände aus Alu-Sandwich werden im unteren Bereich holzfrei erstellt. An den Kanten verwendet Knaus Holzleisten, weil Schrauben laut Hersteller gerade bei Erschütterungen im Holz besser halten. PU-Leisten müsste man hier verkleben und während des Abbindevorgangs des Klebers temporär verschrauben, was Knaus aber als Option anbietet. Zur Befestigung des Küchenblocks und anderen Innenraumelementen setzt Knaus auf breite PU-Leisten, um Wellenbildung an den Seitenwand-Außenflächen zu minimieren. Als Isolierung in den Seitenwänden kommt beim Van I ebenfalls XPS-Schaum zum Einsatz.
      Für das Dach verwendet Knaus GfK-Sandwich mit – nach eigener Aussage – dreimal höherem Glasfaseranteil als üblich, für größere Stabilität. Im Sandwich des Dachs kommen Holzleisten als Querstreben und als Rahmen für die Dachfenster zum Einbau. Isoliermaterial beim Dach ist EPS (Styropor).

      Mit freundlichen Grüßen
      Mathias Piontek
      Redaktion
      Reisemobil International

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