Fotostrecke

Praxistest: Hymer ML-I 580 A Test Der Hochbeinige

Share Button

Von außen wirkt dieser Integrierte irgendwie gewöhnungsbedürftig. Einerseits ist er mit seinen Außenmaßen von 699 mal 222 Zentimetern im Vergleich mit anderen Fahrzeugen dieser Kategorie nicht gerade ein Riese. Andererseits erhebt sich das Mobil 304 Zentimeter himmelwärts. Das sind immerhin 14 Zentimeter mehr als sein Pendant ohne Allrad.

Wie hochbeinig der ML-I als Allrad ist, fällt besonders beim Einstieg auf. Ohne die elektrisch ausklappbare Stufe wäre der 60 Zentimeter hohe Tritt kaum zu bewältigen.

Die Ursache für diese Bodenfreiheit ist konzeptionell bedingt. Die Wohnkabine mit dem stufenlosen Boden vom Fahrerhaus bis zu den Heckbetten sitzt auf einem Chassis des Sprinters 316 CDI. Dazu kommt ein zuschaltbarer Allradantrieb, der braucht Platz.

Wie aber wirkt sich diese Kombination von luxuriösem Ambiente in einem Mobil der oberen Klasse, gepaart mit einem Fahrwerk eher für den robusten Einsatz, auf den Urlaubsalltag aus? Wie fährt sich der ab 78.990 Euro teure Integrierte? Reisemobil International war mit dem Hymer ML-I Allrad unterwegs im Kleinwalsertal – wo Schnee schon früh im Winter zu finden war.

Doch bis zu der weißen Pracht rollte das Mobil mit seiner zulässigen Gesamtmasse von 4.050 Kilogramm über den Asphalt. Das verstärkte Fahrwerk nimmt dem Sprinter seine Neigung, stark zu wanken – hart, aber angenehm.

In Riezlern, dem ersten Ort im Kleinwalsertal, geht es links hinauf zum Alpencamping Haller, direkt an der Piste gelegen. Die Zufahrt ist kurz, aber steil. Es hat geschneit, die Fahrbahn ist glatt, der Matsch festgefahren. Also Druck auf den Knopf rechts neben der Lenksäule. Nach ein paar Sekunden erscheint „Allradantrieb aktiv“ im Display zwischen Tacho und Drehzahlmesser – problemlos zieht der ML-I die Auffahrt hinauf zu dem Platz. Auch beim rückwärtigen Einrangieren auf die Parzelle bleibt der Allradler spurtreu. Alles kein Problem.

Seiten >> 1 2 3 4 5

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

3 Kommentare zu “Der Hochbeinige

  1. Sehr geehrter Herr Claus-Georg Petri,
    Ihre am Berichtsende negative Beurteilung vom Allrad (4×4) finde ich für eine Fachzeitschrift unsachgemäss. Wenn ich schon ein WM mit Allrad habe und auf einem verschneiten Stell- bzw. Parkplatz (ggf. auch eine ungünstige Position habe) stehe, dann fahre ich sofort mit 4×4 los. Ihr Losfahren o h n e Allrad halte ich für falsch. Mein Fazit dazu: ein fataler Fahrfehler!!!.

    Ein WM mit Frontantrieb hätte bestimmt noch größere Probleme gehabt.
    Über eine Feedback würde ich mich freuen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Bluhm

    • Lieber Herr Bluhm,

      danke für Ihren Brief. Schön, dass Sie sich so intensiv mit dem Test auseinandersetzen.

      Dass Sie allerdings so hart urteilen (unsachgemäß, fataler Fahrfehler), verwundert mich. Es ist natürlich ein Unterschied, ob jemand einfach so auf Reisen ist, oder ob er ein Fahrzeug testet. In letztem Fall probiert derjenige aus, was geht – oder eben nicht. Das Mobil an seine Grenzen zu bringen war also kein fataler Fahrfehler, sondern eine Möglichkeit, den Lesern zu zeigen, was machbar ist.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Claus-Georg Petri

      Redaktion
      Reisemobil International

      • Sehr geehrter Herr Petri,

        der Praxistestbericht mit Allrad-Beurteilung ist nach meiner Meinung etwas dürftig ausgefallen. Schwerpunkt Ihres Berichts war doch wohl „Allradantrieb“. Deshalb mein evtl. hartes Urteil dazu. Hätte man nicht zuerst losfahren mit 4×4 testen sollen, ein „Eingraben der Räder“ wäre voraussichtlich nicht erfolgt. Erst durch das Eingraben der Räder konnte der Allradantrieb seine Stärke nicht mehr zeigen. Alsdann ein Versuch ohne Allrad. Soweit mein Urteil bezügl. Fahrfehler.

        Mit freundlichen Grüßen
        Wolfgang Bluhm

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.