Generatoren Ratgeber Strom to go

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Ohne Strom läuft nix: kein Wasser zum Duschen, kein Licht am Abend, keine Heizung im Winter. Strom gehört zum Reisemobil-Urlaub dazu wie die Sonne zum Sommer und der Schnee zum Ski-Urlaub. Allerdings wollen sich Reisemobilisten nicht von festen Stromanschlüssen abhängig machen. Stell- oder Campingplätze mit Landstrom sind schön, noch schöner steht man aber zwischen Weinreben beim französischen Winzer oder am einsamen Seeufer irgendwo in Norwegen.

Frei stehen, anhalten wo es gefällt, unabhängig sein – das ist es, was Reisemobilisten schätzen. Wer das öfter praktiziert, kennt aber auch die Grenzen der Unabhängigkeit. Energiereserven sind limitiert, Kaffeemaschine und Handy saugen Batterien schnell leer. Eine mobile Lösung muss her, Strom to go ist gefragt.

Generatoren liefern auch fernab vom nächsten Landstromanschluss Saft für Ihre Batterien. Diese mobilen Kraftwerke verbrennen Benzin oder Diesel und wandeln dessen Energie in Elektrizität um, die der Reisemobilist in seine Bordbatterien einspeist. In großen Integrierten oder Linern verbauen die Hersteller häufig sehr starke Generatoren fest im Doppelboden oder Staufach. Diese leistungsfähigen Riesenaggregate ermöglichen sogar den Betrieb von Stromfressern wie Klimaanlagen. Wer vor allem eine Möglichkeit sucht, seine Bordbatterien wieder aufzuladen, ist mit einem kleinen, tragbaren Generator mit einer Leistung von rund einem Kilowatt gut bedient. Honda und Yamaha liefern bewährte Klassiker, aber auch Reimo bietet mit dem Carbest CI1000 einen tragbaren Generator an, ebenso wie Denqbar, Endress und der österreichische Hersteller Zipper.

Übersicht Generatoren

Ratgeber Generatoren Yamaha

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Der Yamaha EF1000iS mit Seilzug-Start, automatische Drehzahlregulierung, Ölmangel-Abschaltautomatik, Überlastungsschutz kostet 1.249 Euro.

Benzin- oder Gasgenerator?

Dieselaggregate sind aufgrund ihrer komplizierten Bauweise deutlich schwerer und teurer und daher überwiegend in großen Fahrzeugen mit ausreichend Zuladungsreserven verbaut. Alle Generatoren in diesem Vergleich knattern mit Benzin als Treibstoff. Die Crux: Da nahezu jedes Reisemobil hierzulande Diesel tankt, ist das wichtigste Zubehör zu einem tragbaren Generator daher ein Benzinkanister. Bei einem Tankinhalt des Generators von 2,1 bis vier Litern und einer Betriebsdauer von 3,8 bis sechs Stunden ist der Reisemobilist mit einem Fünf-Liter-Benzinkanister erst einmal gut versorgt.

Neben Benzin- und Dieselgeneratoren gibt es außerdem Gasgeneratoren. Als Betriebsstoff eine interessante Alternative, denn Gas ist bei jedem Reisemobil natürlich immer mit an Bord. Benzin- und Gasgeneratoren sind technisch nahezu identisch. Deswegen lässt sich der Honda EU 10i werkseitig für den Gasbetrieb umrüsten. Andere Hersteller bieten Gasgeneratoren an, die den Benzingeneratoren technisch und funktional sehr ähnlich sind. Diese sind allerdings etwas teurer als ihre Benzin-Kollegen. Der Honda kostet als Gasgenerator bei Reimo rund 700 Euro mehr als das Benzingerät, der Endress ESE 2000 i ist mit Gasbetrieb fast 1.000 Euro teurer.

Wer mit einem Generator seine Bordbatterien aufladen will, macht das am besten über den 230-Volt-Ausgang des Generators und den Landstromanschluss des Reisemobils. Dabei fließt der Strom direkt über den Stromanschluss und das im Reisemobil verbaute Ladegerät in die Bordbatterien. Genau so, als wäre das Fahrzeug an den Landstrom angeschlossen.

Die Bordbatterien über den 12-Volt-Ausgang des Generators zu laden, ist wenig sinnvoll. Dieser liefert nicht die nötige hohe Spannung und auch keine dem Batterietyp angepasste Ladekennlinie, um eine schnelle und schonende Batterieladung zu sichern. Kleine 12-Volt-Geräte über diesen Ausgang zu laden macht nur dann Sinn, wenn das Bordnetz im Reisemobil komplett kollabiert ist oder der Generator ohnehin läuft.

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4 Kommentare zu “Strom to go

    • Hallo Frau Kurth,

      wir denken, dass Generatoren hauptsächlich dann zum Einsatz kommen, wenn außerhalb von festen Stell-/Campingplätzen übernachtet wird. Denn auf diesen Plätzen gibt es ja meist einen Landstromanschluss, was den Betrieb eines Generators überflüssig macht. Ob Plätze den Betrieb von Generatoren dennoch erlauben, hängt vom jeweiligen Platz und Betreiber ab und muss in jedem Fall einzeln abgeklärt werden. Grundsätzlich gilt natürlich: Generatoren sollten immer bedacht und möglichst kurz betrieben werden, um Rücksicht auf Nachbarn und Natur zu nehmen.

      Viele Grüße
      Maren Schultz
      Redakteurin
      Reisemobil International

  1. hallo ,seit mehr als 25 jahren haben wir uns mit strom,fragen befasst,solar,im sommer sehr gut ,im winter zu wenig. alte stromerzeuger zu schwer,und anfällig.,,,,man kann im leben nicht alles haben

  2. Lieber eine Bordbatterie mehr im Wohnmobil und eine Solaranlage installieren – so verlängert man seine Standzeit ohne das laute Knattern und Stinken von Dieselgeneratoren oder überteuerten Brennstoffzellen mit kurzen Lebensdauern. Ich kann eine gute AGM Batterie als 2te Bordbatterie empfehlen.

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